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Werkkunstschule

In künstlerischer Form

Ein Band erinnert an die Geschichte der Wiesbadener Werkkunstschule, 1949 mit Verve, Aufbruchstimmung und Pragmatismus gegründet.

Ein Glücksfall in den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg muss die Wiesbadener Werkkunstschule gewesen sein, und das nicht nur wegen ihrer legendären Fastnachtsbälle. Ein Teil des interessierten Publikums vor Ort betont den Namen der Ausbildungsstätte auf der ersten, ein Teil auf der zweiten Silbe. Und tatsächlich gingen das Handwerkliche und das Künstlerische Hand in Hand: Neben Klassen für Bildhauerei und für Malerei gab es solche für Illustration oder für Mode. Pragmatismus und der Glaube an hochwertige Produkte waren zeitgemäß virulent.

Bei der Eröffnung 1949 war nicht nur vom „Wohle der gesamten Volkswirtschaft“ die Rede. Gründungsdirektor Hans Soeder erklärte auch, man wolle Menschen „heranbilden, die praktische Aufgaben der fabrikmäßigen Herstellung von Möbeln und Gebrauchsgegenständen aller Art in künstlerischer Form lösen“ können.

Das Zitat ist jetzt im grafisch erquicklichen Band zur Geschichte der „Talentschmiede“ nachzulesen. Diese wird im Großen und im Detail – anhand völlig unterschiedlicher Absolventenbiografien – aufbereitet. Imposant die Aufbruchstimmung, gepaart bald mit den üblichen Reibereien – wie sie sich etwa beim sang- und klanglosen Abgang Soeders zu Gunsten des allerdings deutlich profilierteren Malers Vincent Weber andeuten.

Im Zuge der 68er ging es auch an der Werkkunstschule rund – Beginn der allmählichen Auflösung einer aber nicht vergessenen Institution.

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