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Gartenbücher

Kohl auf dem Balkon

Drei feine Bücher für den Umgang mit Gärten und Essbarem: Charles Dowding wird prinzipiell, Simon Akeroyd macht konstruktive Vorschläge in Sachen Gemüse, Steffen Fleischhauer bringt Anfängern heimische Kräuter näher.

Von Sabine Vogel

Balsam für Faulpelze

Pflanzenkübel vor erneutem Gebrauch schrubben? Blödsinn. Beete im Spätherbst umgraben? Ganz falsch. Gießen nur nach Sonnenuntergang? Vergiss es. Für alle, die im Garten lieber in der Hängematte baumeln als sich krumm zu machen, liefert Dowdings Büchlein willkommene Ausreden vor unnötiger Schufterei. Dreißig Jahre hat der britische Experte für „Organisches Gärtnern“ Erfahrungen dazu gesammelt, was an den althergebrachten Regeln des Pflanzenanbaus dran ist und was nicht. In der Essenz rät er dazu, lieber selber zu denken und auch mal was auszuprobieren, als den Traditionen unhinterfragt zu vertrauen. Das alte Aufklärungsdingens eben. Und wie bei allen diesen nummerierten Listen nach Art von „Sechs blöde Gründe, Leitungswasser langweilig zu finden“, sind auch unter den 99 Gartenmythen ziemlich viele dabei, die man eh schon längst als Unfug enttarnt hat. Liest man trotzdem gerne.

Antioxidative Pommes

Tomaten sind giftig. Kartoffeln auch. In Frankreich dachte man im 18. Jahrhundert noch, das Nachtschattengewächs mache krank, 1748 wurde die Kartoffel dort verboten. Tatsächlich sind die rote Frucht beziehungsweise die blässliche Knolle, also der Paradies- und der Erdapfel, nicht giftig, dafür enthalten sie umso mehr Vitamin B. Aber dass Gemüse gesund ist, hat sich ja schon herumgesprochen. Weniger bekannt ist vielleicht, dass man aus den Wurzeln vieler Gewächse Chips oder Pommes machen kann, so etwa aus der Rübe der bei mir bislang nur als Zierpflanze geschätzten Canna, des indischen Blumenrohrs. Neu war mir auch, dass der asiatische Kohl Pak Choi in nur 30 Tagen sogar im Balkonkasten gedeiht. Mitsamt Anbautipps, Herkunftsgeschichte, Rezeptvorschlägen, Heil- und Wunderwirkungen werden in diesem hübschen Buch 60 Gemüsesorten porträtiert.

Kräuterbibel für Anfänger

Wildsalat oder Kräuterquark, Pesto oder Smoothie? Da kommt inzwischen noch jede drauf. Aber Malven-Kaltschale, Gänsefuß-Spinat, Goldruten-Auflauf, Sauerklee-Risotto, Hopfen-Spargel, Wiesenknopf-Bratling, Gundermann-Schokolade, Schafsgarben-Sirup, Knöterich-Konfitüre oder Kleeblüten-Knäckebrot? Neben derart inspirierenden Rezepten gibt dieses Büchlein auch einfache Anleitungen zum Bestimmen und Sammeln essbarer Wildpflanzen. Der Wildpflanzen-Guru Steffen Fleischhauer – von ihm stammt auch die Enzyklopädie von 2000 mitteleuropäischen Wildpflanzen (aktuelle Version aus dem Jahr 2013) – beschränkt sich hier auf fünfzig einheimische Sorten und bereitet sie für Sammelnde auf. Sie sind nach Blattformen und Blütenfarben gelistet und sortiert nach ihren Lebensräumen. Nichts wie auf zu Wiesen, Gebüschen, Wäldern, Äckern, Schuttplätzen, Wegrändern, Dämmen, Ufern und Gräben!

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