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Der Begriff "Comic" ist nicht falsch, "Kurzgeschichten" könnte man auch dazu sagen: In lustigen, traurigen, brillant verdichteten Bildergeschichten erzählt

Der Begriff "Comic" ist nicht falsch, "Kurzgeschichten" könnte man auch dazu sagen: In lustigen, traurigen, brillant verdichteten Bildergeschichten erzählt die 1969 in Iran geborene Marjane Satrapi von einer Kindheit unter dem Schah, einer Jugend unter den Mullahs und der enttäuschenden Revolution dazwischen. Von kindlichen Gute-Nacht-Gesprächen mit Gott und Marx; von Demonstrationen, Verhaftungen, Bomben und Krieg; von ersten Versuchen mit dem Kopftuch und geschmuggelten Kim-Wilde-Plakaten; von besorgten Eltern, die ihr Kind ins Exil nach Österreich schicken - "ich war 14, aufsässig und hatte vor nichts mehr Angst" -, von Heimweh und dem schönen duftenden Busen der Großmama. sez

Marjane Satrapi: Persepolis. Eine Kindheit im Iran. Übersetzt von Stephan Pörtner, Edition Moderne, Zürich 2004, 160 Seiten, geb. 22 Euro, brosch. 9,95 Euro. Band 2: Jugendjahre. 192 Seiten, geb. 26 Euro.

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