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Womöglich heißt es auch Ottilie.
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Womöglich heißt es auch Ottilie.

Kinderbücher

Kleine Schweine, große Helden

  • VonCornelia Geissler
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Drei Kinderbücher erzählen von tatsächlichen, aber auch von Reisen im Kopf.

Schweinchen auf Reisen. Angelinas Vater packt ein Buch in seinen Urlaubskoffer: Hemingways „Der alte Mann und das Meer“. Jens Sparschuh, der von der achtjährigen Angelina, ihrer Mutter mit dem Babybauch und ihrem Vater erzählt, nennt sein eigenes Buch „Der alte Mann und das Meerschweinchen“. Denn auch Angelinas Nachbar Herr Möhring und ihr Meerschweinchen Ottilie spielen darin eine wichtige Rolle. Weil die Eltern nämlich das Kleingedruckte im Vertrag für die Ferienwohnung übersehen haben, musste Schweinchen Ottilie kurzfristig umziehen, zum alten Möhring, der dann aber… Hier soll nicht alles verraten werden. Jens Sparschuh erzählt mit großem Spaß eine Geschichte voller Missverständnisse und glücklicher Zufälle. Er versetzt sich dabei auch in die Seele des Meerschweinchens und lässt es in Sprechblasen in Versen denken, etwa so: „Was machen die bloß für einen Stress, bloß weil ich mal am Kabel fress?“ Trocken und lehrreich ist dagegen, was Angelina zuweilen aus einem Ratgeberbuch zitiert (ab 9 Jahren).

Romane von Lesern. Angefangen hatte es mit „Harry Potter“. Vielleicht schon eher, aber erst seit Joanne K. Rowlings Bücher die jungen Leser verzaubern, hatten diese dank des Internets auch die Möglichkeit, sich über Entfernungen hinweg über ihre Ideen zu ihren Helden auszutauschen. So entstand sogenannte Fanfiction: Blogs mit Tausenden von Geschichten, die neue Helden einführen und andere Enden ermöglichen. Das „Fangirl“ Cath lebt in der Welt ihres Helden Simon Snow. Es vergeht kein Tag, an dem sie nicht schreibt. Sie ist ein Star in der Szene, bis zu fünftausend Aufrufe registriert ihre Seite. Auf dem College und im Wohnheim aber stolpert sie so herum. Rainbow Rowell, die mit ihrem ersten Buch „Eleanor & Park“ gewaltigen Erfolg hatte und viele Fans erreichte, die ihre Figuren fortschrieben, lässt ein literaturbesessenes Mädchen zwischen Fantasie und Wirklichkeit pendeln. Das liest sich verwirrend gut (ab 13 Jahren).

Briefe aus dem Netz. Ehrlichkeit ist eine Zier, doch oft ist es besser, nicht alles auszusprechen, was einem in den Kopf kommt. Wenn man enttäuscht ist oder wütend. Wenn man sich wünscht, anderer Leute Kind zu sein. Emily Trunko aus Ohio sammelt Briefe, die nie abgeschickt wurden: große Reden genauso wie kleine Botschaften. Auf einer Tumblr-Plattform macht sie anonym öffentlich, was nie seine eigentlichen Adressaten erreichte. Eine Auswahl dieser Texte hat sie für ein Buch zusammengestellt. Als „Ich wollte nur, dass du noch weißt“ in den USA erschien, war Emily Trunko sechzehn Jahre alt. Es ist ein seltsames Buch. Manche Briefe wirken kurios, viele berühren durch tiefe Gefühle. Sie geben ein Bild von der Lebensphase, in der sich alles ändert, der Pubertät. Viele der Absender haben sich Ärger von der Seele geschrieben, jedoch keine neuen Verletzungen angerichtet (ab 13 Jahren).

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