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Pressefrau bei Edition Nautilus: Katharina Florian

How to survive Buchmesse

Katharina Florian: Kalte Cola am Nachmittag

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Jedes Jahr aufs Neue heißt es im Herbst fünf Tage literarischer Ausnahmezustand in Frankfurt, wenn die Buchmesse ihre Tore öffnet. Um bestens auf diesen Literaturmarathon vorbereitet zu sein, haben wir Profis aus der Buchbranche ihre "Geheimnisse für 5 Tage wach" abgeluchst. 

Katharina Florian, Pressefrau bei Edition Nautilus 

Was darf in der Tasche für Frankfurt auf keinen Fall fehlen? 

Die Klassiker: bequeme Schuhe, Kopfschmerztabletten, Make-up.

Wie bereiten Sie sich mental und physisch auf die Messe vor? 

Mental: Ich lese. Ein paar Stunden lang in eine Lektüre abzutauchen, tut mir immer gut und entspannt ungemein. Während meiner ersten Messen wurde ich oft nervös, weil ich von so vielen lesenswerten Büchern umgeben war, aber keine Zeit hatte, sie anzuschauen. Das lässt sich leichter aushalten, wenn man vorher und nachher möglichst stundenlang liest. Physisch: viel schlafen.

Auf welche Wachmacher setzen Sie, wenn die Kräfte schwinden? 

Besuche bei einem meiner Lieblingskollegenverlage, denn lachen macht wach. 

Befolgen Sie bestimmte Rituale, z.B. jede Stunde einmal an die frische Luft während der Messe? 

Kalte Cola am Nachmittag.

Was gilt es auf jeden Fall zu vermeiden, um nicht nach einem Tag schon völlig fertig zu sein? 

Zu viel Alkohol!

Bester Ort für eine Verschnaufpause? 

Egal, Hauptsache draußen und nicht zu weit weg vom Messestand.

Was hilft gegen müde Beine, H2O-Mangel und trockene Small-Talk-Münder?  

H2O-Mangel muss unbedingt vermieden werden. Also: immer Wasser dabei haben und viel, viel davon trinken.  

Sie stehen an Ihrem Stand und ein Interessent nervt Sie total, wie meistern Sie diese Situation? 

Können Interessenten nerven? Ja klar, es gibt sie, die Autor*innen, Druckereivertreter*innen, E-Book-Dienstleister, die sehr hartnäckig ihre (nicht zum Verlagsprogramm passenden) Manuskripte und (nicht benötigte) Dienste anbieten, doch da reicht meist ein klares „Nein danke“. Dass Leute mit ganz unterschiedlichen Fragen, Ideen und manchmal abwegig erscheinenden Anliegen kommen, ist jedoch eine eher positive Erfahrung, und es können sich interessante Gespräche entwickeln, auch wenn man’s zunächst nicht erwartet hat. Und dafür sollte man auch am fünften Messetag noch ein Ohr haben.

In der Rubrik „Unter Dreißig" berichten Studierende aus Berlin von der Frankfurter Buchmesse.

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