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Judith Hermann erhält Bremer Literaturpreis

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Judith Hermann
Judith Hermann in Bremen. © Michael Bahlo/dpa

Judith Hermann wird für ihren Roman „Daheim“ ausgezeichnet. Es nicht die erste Würdingung für die Schriftstellerin in Bremen.

Bremen - Die Schriftstellerin Judith Hermann ist im Rahmen eines Festaktes mit dem Bremer Literaturpreis 2022 ausgezeichnet worden. Die 1970 in Berlin geborene Autorin erhielt den mit 25.000 Euro dotierten Preis für ihren Roman „Daheim“ (S. Fischer Verlag).

Darin geht es um eine Frau, die nach dem Auseinanderbrechen der Familie eine neue Heimat in einem Nordsee-Dorf sucht. Hermann lebt und schreibt in Berlin und in Ostfriesland.

„In meisterhafter sprachlicher Verdichtung“, so die Jury, erzähle Hermann in „Daheim“ von großer Sehnsucht nach Bindung, aber auch von Rückzug und Isolation und einem Neuanfang in der Fremde. 1999 bekam sie für ihren Debütroman „Sommerhaus, später“, der ein Bestseller wurde, den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis.

Erstmals wurde der Bremer Literaturpreis 1954 vergeben. Seit 1977 gibt es zusätzlich einen Förderpreis. Er ist mit 6000 Euro dotiert und ging 2022 an den in Leipzig lebenden Autor Matthias Senkel für seinen Erzählungsband „Winkel der Welt“ (Verlag Matthes & Seitz Berlin). Der Preis wird von der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung verliehen.

Bremens Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz würdigte beide Bücher als herausragende Werke der Belletristik: „Menschen, die viel fiktionale Literatur lesen, erkennen intuitiv, dass diese Kulturtechnik zumal in Krisenzeiten zugleich wohltuend entlasten und enorm bereichern kann. Lesen versetzt in andere Welten, steigert die Vorstellungskraft, begünstigt multiperspektivische Fähigkeiten, fördert und erfordert andere Blickwinkel - und schärft zudem kritisches Denken.“ dpa

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