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Fee Krämer: „Jette erst recht“

Jette & Ratte legen Papa nicht rein

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Fee Krämers witzige Wohlfühl-Geschichte.

Jette könnte man im Prinzip für ein ganz normales Mädchen halten, aber da läge man falsch. Jette ist nämlich Reporterin. Und Rattenbesitzerin. Für beides hat ihr Papa größtes Verständnis – es sei denn, das Töchterchen übt es im Wohnzimmer aus. Nein, nicht in einem normalen Wohnzimmer. Das Café, das Jettes Papa betreibt, heißt Wohnzimmer, und eines kann er gar nicht leiden: Wenn Jette dort den Gästen Löcher in den Kuchen fragt oder Herrn Mann über die Tische springen lässt. Herr Mann ist Jettes weiße Ratte.

Jette wiederum findet es doof, dass der Papa ihr so viele Vorschriften macht. Darum heckt sie mit ihrem Kumpel Konrad einen Plan aus: Papa braucht eine Frau, dann kann er nicht mehr so viel auf seine Tochter aufpassen. Wie die beiden den Plan in die Tat umsetzen, davon erzählt witzig und aufregend dieses Buch der 1984 geborenen Berliner Autorin Fee Krämer, reizend bebildert von Judith Drews.

Das junge Reporterteam recherchiert fünf völlig plausible Grundlagen fürs Verlieben (die Frau muss unter anderem schwimmen können und exakt so groß sein wie Papa) und macht sich direkt auf die Suche. Welche Wünsche der Papa selbst hat, ist nicht so wichtig.

Gleich die erste Kandidatin, „die Farbenfrau“, ist zwar deutlich zu klein, aber ansonsten so toll, dass vermutlich alle Leser traurig sind, weil sie abrupt verschwindet. Testperson zwei, genannt „das Pony“, würde größenmäßig passen, kann aber charakterlich nicht punkten. Zwischendurch flackert beim Lesen kurz die Idee auf, womöglich wäre Rikk der Richtige für Papa, der prima Wohnzimmer-Mitarbeiter mit dem großen Ohrring, aber so ein modernes Buch ist es dann auch wieder nicht.

„Wohlfühl-Geschichte“ steht hinten auf dem Umschlag, und das stimmt genau. Weil die Papa-Jette-Beziehung sehr lieb ist (er nennt sie immer „Jette-Schnette“ oder „Jette-Alouette“), weil eigentlich alle Leute im Buch total sympathisch und auch schlau sind, außer dem Kahlen am Anfang, weil es reichlich verrückt zugeht und am Ende auch ungemein spannend. Und weil man, wäre man ein Mädchen, genauso sein wollte wie Jette und am liebsten genau so einen Papa hätte. Ratte optional.

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