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Was die Leute gern lesen ...
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Was die Leute gern lesen ...

Bestseller des Jahres

Innehalten, vielleicht umdenken

  • VonCornelia Geissler
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Vor allem Jojo Moyes: Die Bücher des Jahres 2016 laut einer Umfrage.

Die Menschen machen sich Sorgen. Vielleicht nicht jeden Tag, aber dann, wenn sie überlegen, wie sie ihre Zeit schön verbringen oder einem anderen Gutes tun können. Denn das sind die zwei Gründe, weshalb Bücher gekauft werden: zum Selberlesen und Verschenken.

Die Deutsche Presseagentur (dpa), die zum Jahresende Zusammenfassungen vieler Themen verbreitet, meldet die meistverkauften Bücher des Jahres 2016 „aus dem stationären und aus dem Online-Buchhandel in Deutschland nach Stand vom 25. November“. Ihr Erhebungsbereich ist begrenzt, bezieht sie sich doch beim stationären Handel nur auf eine Buchladenkette, nämlich Thalia. So verbreitet sie auch sein mag, agiert sie doch neben anderen Ketten wie Hugendubel, Jokers und der Mayerschen Buchhandlung. Es fehlt vor allem die große Zahl unabhängiger Buchhandlungen mit den leidenschaftlichen Verrückten an den Kassen, die ihre Lieblinge verkaufen.

Die Buchhandlungsbestsellerliste lässt vermuten, dass die Menschen 2016 sehr viele schlechte Nachrichten gelesen haben. Vielleicht plagt sie auch der Gedanke an das Vergehen der Zeit und das Älterwerden. Nur so lässt sich erklären, dass die meisten Käufer zu John Streleckys „Das Café am Rande der Welt“ griffen, einer „Erzählung über den Sinn des Lebens“. Es ist ein Buch vom Innehalten und Umdenken. Und es bietet einfache Lösungen. Die Meisterin im Über-das-Leben-Nachdenken-und-andere-dazu-Anstiften ist zweifellos die Autorin Jojo Moyes. Ihre Figuren widmen sich allen Fragen von Glück und Schicksal. Moyes’ Titel „Über uns der Himmel, unter uns das Meer“, „Ein ganzes halbes Leben“ und „Ein ganz neues Leben“ stehen auf Platz zwei bis fünf im stationären Handel. Zwischen Moyes’ Gefühlsliteratur hat sich Robert Seethaler mit einem kleinen, feinen Roman gemogelt, er steht auf Platz 4. Kein Wunder, sein Buch heißt „Ein ganzes Leben“.

Handfestes für das Leben

Käufer bei Amazon treiben offenbar ganz andere Wünsche. Auch hier wählt dpa aus, es gibt weit mehr Online-Händler als den einen Riesen. Auf den ersten beiden Plätzen steht das Theaterstück aus der J.-K.-Rowling-Schmiede, „Harry Potter und das verwunschene Kind“, einmal auf Deutsch, dann auf Englisch. Nun, der Held hat seine alten Fans.

Auf den Plätzen drei bis fünf aber folgen handfeste Regeln, um das Leben, die Welt und alles andere in den Griff zu bekommen: das Bürgerliche Gesetzbuch, die deutschen Arbeitsgesetze und das Handelsgesetzbuch. Was heißt das? Im Internet ist es weniger gemütlich als bei Thalia. Man kauft sich was Praktisches.

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