Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Deutscher Buchpreis

Gemeingefährlich

Deutscher Buchpreis: Jury nennt 20 Romane für die Longlist.

Die vertrauten Überraschungen und Standards enthält die Longlist für den Deutschen Buchpreis 2017. Stammgast Mirko Bonné ist mit „Lichter als der Tag“ (Schöffling) wie schon mit den beiden Vorgängerromanen dabei und stünde, wenn alles gut geht, am 12. September zum zweiten Mal auf der Shortlist. Jonas Lüschers Debütroman „Kraft“ (C. H. Beck) gehörte zu den meistgepriesenen Titeln des Frühjahrs, Feridun Zaimoglus „Evangelio“ (Kiepenheuer & Witsch) zumindest zu den vielbeachteten. Es gibt in Kürze neue Romane von Thomas Lehr („Schlafende Sonne“, einer der ambitionierten Wälzer der Saison, Hanser), Sven Regener („Wiener Straße“, Galiani Berlin), Ingo Schulze („Peter Holtz“, S. Fischer), Robert Menasse („Die Hauptstadt“, Suhrkamp) und der ebenfalls nominierungserfahrenen Marion Poschmann („Die Kieferninseln“, Suhrkamp).

Dass die Dramatikerin Sasha Marianna Salzmann mit ihrem Romandebüt „Außer sich“ (Suhrkamp) dabei ist, setzt die Prosaerfolge ihrer Kollegen Nis-Momme Stockmann und Roland Schimmelpfennig fort (vielleicht haben Literaturkritiker Spaß daran, dass einer schon alles kann, den sie noch nicht kennen). Ein sympathischer Coup, der aber auch nicht so ganz vom Himmel fiel: die Nominierung von Christine Wunnickes „Katie“ aus dem winzigen und dazu noch eher durch Sachbücher bekannten Berenberg Verlag.

Die weiteren Titel der insgesamt neun Frühjahrs- und elf Herbsterscheinungen (keines der Bücher kommt direkt zur Buchmesse, ein etwas aus der Mode geratenen Datum): Gerhard Falkners „Romeo oder Julia“ (Berlin Verlag), Franzobels „Das Floß der Medusa“ (Zsolnay), Monika Helfers „Schau mich an, wenn ich mit dir rede!“ (Jung und Jung, Kleinstverlag, aber Buchpreismacher), Christoph Höhtkers „Das Jahr der Frauen“ (Weissbooks), Birgit Müller-Wielands „Flugschnee“ (Otto Müller), Jakob Noltes „Schreckliche Gewalten“ (Matthes & Seitz), Kerstin Preiwuß’ „Nach Onkalo“ (Berlin Verlag), Robert Prossers „Phantome“ (aus dem neuesten Ullstein-Programm „Ullstein fünf“), Michael Wildenhains „Das Singen der Sirenen“ (Klett-Cotta) und Julia Wolfs „Walter Nowak bleibt liegen“ (FVA).

Fehlen also etwa Roman Ehrlichs „Die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens“ oder Michael Roes’ „Zeithain“. Zufallsbeispiele, natürlich fehlen viele, viele mehr. Der mit 25 000 Euro dotierte Deutsche Buchpreis, der am 9. Oktober in Frankfurt verliehen wird, ist inspirierend und gemeingefährlich wie immer.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare