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Hartmut Holzapfel, Barbara Jost und Boris Rhein präsentierten den Gemeinschaftsstand.

Buchmesse in Frankfurt

Gegen das Verlagssterben

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Zum ersten Mal gibt es auf der Frankfurter Buchmesse den Gemeinschaftsstand "Literatur in Hessen".

Barbara Jost nimmt kein Blatt vor den Mund. „Verlage haben es grundsätzlich recht schwer zurzeit – man könnte fast von einem Verlagssterben sprechen“, sagt die Vorsitzende der Landesverbände Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Die Branche stecke mitten im „Umbruch hin zur Digitalisierung“. 

Und genau in dieser Situation startet der Börsenverein gemeinsam mit dem Land Hessen und dem Hessischen Literaturrat bewusst eine Initiative. Zum ersten Mal werden sich hessische Verlage mit einem Gemeinschaftsstand bei der Frankfurter Buchmesse präsentieren: „Literatur in Hessen“. 

„Es geht insbesondere um kleinere Verlage, die sonst nicht auf der Buchmesse vertreten wären“, so Hessens Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein (CDU). Dazu zählen etwa die Edition Faust, Rotopol, der Axel Dielmann-Verlag, die Henrich Editionen, der Verlag der Autoren oder die Edition Federleicht. Selbst der kleinste Buchmessenstand würde sie 2000 bis 3000 Euro kosten, sagt Jost. „Das kann gar nicht jeder Verlag aufbringen.“

Beim Gemeinschaftsstand in der Halle 4, erster Stock, Nummer G71, liegen die Kosten pro Teilnehmer bei 150 bis 600 Euro. Der Vorsitzende des Hessischen Literaturrates, der frühere Landesminister für Wissenschaft und Kunst, Hartmut Holzapfel (SPD), stellt vor allem heraus, „dass es eine literarische Tradition in Hessen gibt“. Der heutige Minister Rhein stellt klar, dass er sterbenden Verlagen kaum direkt helfen kann – dafür sorge schon das EU-Recht. „Wir müssen den Wert von Literatur deutlich machen“, sagt er – etwa durch den Gemeinschaftsstand. 

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