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Mit der "Blechtrommel" gelangte er 1959 zu Weltruhm, mit seinem Engagement für die SPD machte er sich Feinde, seine Mitgliedschaft in der SS und sein israelkritisches Gedicht irritierten viele: Günter Grass, Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger und streitbarer Geist, ist am 13. April 2015 im Alter von 87 Jahren gestorben.

Grass Trauerfeier

Gedenken an Günter Grass

Mit einer Trauerfeier in Lübeck nimmt Deutschland heute Abschied von Günter Grass. Hauptredner ist der US-Autor John Irving - der hatte Grass als sein literarisches Vorbild bezeichnet.

Mit einer Trauerfeier in Lübeck nimmt Deutschland heute Abschied von Günter Grass. Der Literaturnobelpreisträger war am 13. April im Alter von 87 Jahren in Lübeck gestorben.

Zur Gedenkfeier im Theater werden rund 900 Gäste erwartet, darunter Künstler und Politiker. Als Hauptredner ist der US-Autor John Irving ("Garp und wie er die Welt sah") vorgesehen. Der 73-Jährige hat Grass als sein literarisches Vorbild bezeichnet.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD), Kulturstaats-Ministerin Monika Grütters (CDU) und der Bürgermeister von Grass' Geburtsstadt Danzig, Pawel Adamowicz, sollen Grußworte sprechen. Auf der Gästeliste stehen unter anderem Bundespräsident Joachim Gauck, SPD-Politiker wie Sigmar Gabriel, Hannelore Kraft und Olaf Scholz, der Präsident der Akademie der Künste in Berlin, Klaus Staeck, und die Autoren Adolf Muschg und Christoph Hein.

Die Feier wird von zahlreichen Kulturwellen im Hörfunk übertragen. Sie beginnt um 14 Uhr.

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