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Der niederländische Bestsellerautor Tommy Wieringa   in Broek bei Amsterdam:   Flandern und die Niederlande sind Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2016.
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Der niederländische Bestsellerautor Tommy Wieringa in Broek bei Amsterdam: Flandern und die Niederlande sind Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2016.

Bestsellerautor Tommy Wieringa

„Europa hat versagt“

Flucht und Migration sind für viele die derzeit beherrschenden Themen - auch in der Literatur. Der niederländische Bestseller-Autor Tommy Wieringa spricht über Europa, Flüchtlinge und Angela Merkel.

Europa ist nach Ansicht des niederländischen Bestsellerautors Tommy Wieringa in der Flüchtlingskrise kollektiv gescheitert. „Europa hat versagt“, sagte der Romanautor der Deutschen Presse-Agentur in Amsterdam. Nur Bundeskanzlerin Angela Merkel sei in der Flüchtlingsfrage ein Vorbild. „Sie ist zurzeit das Licht der Welt“, sagte Wieringa.

Der Zustrom von so vielen Flüchtlingen war nach seinen Worten „eine fantastische Chance“ für Europa, Einheit zu beweisen. Stattdessen drohe der Kontinent zu zerbrechen. „Europa ist ein fantastischer Kontinent, aber ihn politisch, wirtschaftlich und intellektuell zu verbinden, ist ein trauriges Projekt.“

Wieringa ist einer der führenden Autoren der Niederlande, die in diesem Jahr gemeinsam mit Flandern Ehrengast der Frankfurter Buchmesse sind. In seinem neuesten Roman „Dies sind die Namen“ (Hanser) schreibt er über Migration und Flucht.

Literatur könne nicht viel ausrichten, sagte der mehrfach preisgekrönte Autor. „Aber wir können deutlich machen, dass dies kein Tsunami ist, sondern den Flüchtlingen Namen geben, Gesichter und eine Geschichte.“

Im eigenen Land sieht der 47-jährige Wieringa eine große Gefahr im Rechtspopulisten Geert Wilders. Dessen Ansichten zu Migranten würden immer radikaler und extremer. „Die äußerste Konsequenz in seinem Denken ist, dass die Anderen nicht existieren, sei es durch Gewalt oder durch Deportation.“ Wilders hatte kürzlich eine Ausweisung aller Flüchtlinge und die Schließung der Grenzen für muslimische Migranten gefordert. (dpa)

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