Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Liebe steht im Mittelpunkt des Romans von Jasna Mittler.
+
Liebe steht im Mittelpunkt des Romans von Jasna Mittler.

Roman-Debut von Jasna Mittler

Enttäuschung beim ersten Mal

Jasna Mittlers erzählt in ihrem Debutroman „Meine erste bis neunundneunzigste Liebe“ Anekdoten von der Liebe und vom Leben. Leser stoßen so sicherlich auch auf viele eigene Erinnerungen.

Von Nora Hamzeh

In ihrem ersten Roman „der heilige Erwin“ erzählt Jasna Mittler in 24 Kapiteln wie Gott auf die Erde kam, um hier nach dem Rechten zu sehen. In ihrem neuen Buch „Meine erste bis neunundneunzigste Liebe geht es in 99 Kapiteln um Kindergartenliebe, Schmetterlinge im Bauch, den erste Kuss, das erste Mal…

Als kleines Mädchen wollte die Erzählerin ihren Cousin heiraten. Die erste Enttäuschung lässt nicht lange auf sich warten, als sie erfährt, dass man Verwandte nicht heiraten darf. Die Liebe endet schließlich, weil der Cousin sie sowieso gar nicht mehr zur Frau nehmen will, da sie keine Pommes frites und Würstchen kochen kann. Etwas später verliebt sie sich in einen Jungen aus ihrer Schulklasse, der es jedoch wie alle anderen Jungs auf die Schulprinzessin abgesehen hat. Auch die Liebe zu einem Kinderfernsehstar, den sie zu ihrem siebten Geburtstag einladen wollte, ist aussichtslos: „Als er sich weder meldete noch zur Feier kam, endete meine fünfte Liebe.“

Die Erzählerin wird älter und aus den Kinderspielen werden Schwärmereien in der Pubertät. Das Erste Mal folgt mit fünfzehn Jahren und wird als nicht überwältigend bezeichnet, denn so „bedeutungslos, wie das erste Mal vorüberging, verging auch meine achtunddreißigste Liebe“.

Nach einundsiebzig gescheiterten Affären mit Männern versucht sie es mit dem gleichen Geschlecht. Durch langes Anstarren versucht sie, sich in eine Kommilitonin zu verlieben. Das geht schief, da diese wissen will, wieso sie sie immer anglotzt. „Da es mit Frauen anscheinend doch nicht einfacher war, als mit Männern, beschloss ich, von nun an, nicht mehr in die Studentin verliebt zu sein. So endete meine zweiundsiebzigste Liebe.“

Kann man bei einer Schwärmerei zu einem Popstar von Liebe sprechen? Bei einem One-Night-Stand von echten Gefühlen? Jasna Mittlers neunundneunzig Anekdoten sind so einfach und doch mitreißend geschrieben, dass sie den Leser mit eigenen Erinnerungen und offenen Fragen über die Liebe verlassen.

Jasna Mittler: Meine erste bis neunundneunzigste Liebe. Dumont, Köln 2012. 158 S., 14,99 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare