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Katja Ludwig - Ellie und Oleg schaffen das

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Zwei Kinder erleben ein Abenteuer ohne Eltern.

Dolle Geschichte, bisschen an den Haaren herbeigezogen, aber nicht undenkbar. Hat mit dem großen P zu tun, wie Ellie zu sagen pflegt (der Pandemie), und läuft darauf hinaus, dass Ellie und Oleg, sie zwölf, er acht, Geschwister mit unterschiedlichen Eltern, auf einmal die einzigen Menschen weit und breit sind. Erst am Ende wird man verstehen, warum – Katja Ludwig hat sich das sorgfältig überlegt –, jetzt ist es einfach so, dass die Erwachsenen abends nicht nach Hause kommen.

Die Geschichte spielt auf dem Land in Brandenburg. Ellie und Oleg sind gerade erst hergezogen, kein Handy, wenig Plan, niemanden, den sie sonst kennen. Ein echtes Abenteuer, zumal die Großen auch am nächsten Tag noch weg sind. Ellie und Oleg machen das gut, legen Vorratslisten an, erweitern den Radius, sind überfordert, gehen aber auch mit der Überforderung vernünftig um. Wir leben in einer in dieser Hinsicht wenig herausgeforderten Welt. Mit Olegs Survivalkit-Kindermesser zum Beispiel kommt man nicht weit, wenn es wirklich etwas zu schneiden gilt. Katja Ludwig erzählt aus Ellies Sicht, immer dicht am Augenblick, aufgeweckt, aber nicht zu lustig. Ist es ja auch nicht. (Ab neun Jahren) (mm)

Das Buch

Katja Ludwig: Ellie & Oleg – außer uns ist keiner hier. Mit Vignetten von Heike Herold. Klett Kinderbuch. 240 S., 16 Euro.

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