Der Philosoph Arthur Schopenhauer als alter Mann.
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Der Philosoph Arthur Schopenhauer als alter Mann.

Arthur Schopenhauer

Eher ein Unsympath

  • vonOtto A. Böhmer
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Und doch hält es Professor Dr. Egidius Fitzroy mit der Philosophie Arthur Schopenhauers. Ein erster Einblick in Fitzroys Praxis, in der er Menschen in Sinn- und Lebensfragen berät.

Als Prof. Dr. Egidius Fitzroy häufiger von dunklen, wenngleich wohl eher unbehaglichen als unerträglichen Gedankenbildern heimgesucht wurde, machte er sich Sorgen. Er tat dies, seiner Physiognomie und seinen sonstigen Verrichtungen entsprechend, gemessenen Schrittes, wenn man das so sagen darf. Auch in seinen Überlegungen nämlich, die zum Pflichtprogramm des über ihn verhängten Lebens gehörten, bewegte sich Fitzroy am liebsten langsam, er verweilte gern hier und dort, ließ ganz einfach kommen, was kommen sollte. Der Mensch, war seine Überzeugung, ist ein Empfänger, kein Sendbote, er hat im Rahmen insgesamt bescheidener Möglichkeiten hellhörig zu sein, weil ihm sonst etwas entgehen könnte, das wichtig für ihn ist. Entgeht ihm dann aber tatsächlich etwas, weil er z.B. ein Tagesschläfchen zuviel hält oder sich anderweitig ablenken lässt – auch nicht schlimm; in seiner persönlichen Vorratshaltung, die er bis zum Ende mit durchzuschleppen hat, wird von geheimer Hand für Ausgleich und Ordnung gesorgt. Tatsächlich hatten Fitzroys private Visionen aber mit seinem Ende zu tun, an das er zuvor kaum einen Gedanken verschwendet hatte. Warum auch; schließlich gibt es ja kein unergiebigeres Thema als den Tod, der sich auch deshalb auf keine Diskussionen einlassen kann, weil er gar nicht so viele Lebenslichter ausblasen kann, wie anderswo angesteckt werden. Auch der Tod steht unter Rationalisierungsdruck, er muss liefern, stößt dabei als Kleinunternehmer aber immer mehr an seine Grenzen. Um das Bevölkerungswachstum einigermaßen in Grenzen zu halten, sind ergänzende, großflächig aufgezogene Maßnahmen gefragt wie Kriege, Klimakatastrophen oder Seuchen. Fitzroy, der bei solchen Überlegungen immer ein wenig in sich zusammensackte und ein schiefes Lächeln aufsetzte, war allein, er durfte so etwas denken, politische Korrektheit war in seiner Praxis nicht gefragt, zumal sie auch seinem philosophischen Hauptsponsor Dr. Arthur Schopenhauer, nach dessen Lehre sich die Beratungsgespräche in diesen Räumlichkeiten richteten, nicht in den Sinn gekommen wäre.

Prof. Dr. Egidius Fitzroy verspürte vage Beklemmungen, wenn er an sein Ende dachte, sein massiger Körper sandte vorsichtige Warnsignale aus, kleine Übelkeitswellen etwa, die von unten nach oben rollten und sich bevorzugt in der Brustmitte festsetzten, unweit jenes Bereichs, in dem auch der unermüdlichste aller Dienstleister, das Herz, seinen Pflichten nachkam. Vor vielen Jahren, als er, für seine Verhältnisse, noch deutlich lebensfroher gewesen war, hat er sich für die zweite Hälfte seines Lebens eine fast einfältig zu nennende Privatvision zurechtgelegt: Er war unglaublich sesshaft geworden, hatte eine Familie gegründet, die Tage vergingen in stiller Hurtigkeit, in den Nächten schlief er wie ein Sack. So verging die Zeit, was anderes sollte sie tun. Er wurde alt und älter, seine Frau, die ihm ein oder zwei anmutige Töchter geschenkt hatte, alterte mit ihm, was sich, in zusätzlich beruhigender Weise, auf ihr eheliches Geschlechtsleben auswirkte, dem die Leidenschaftlichkeit abhanden kam. Die gemeinsame Existenzführung wird dadurch jedoch nicht eingeschränkt, sondern kann noch geordneter ablaufen; Überraschungen sind immer noch möglich. Keine Überraschung war, dass Fitzroy dabei zusehends dicker wurde, er hatte dazu schon immer Talent gehabt, dem er in jüngeren Jahren noch Beschränkungen auferlegt hatte, die nun nicht mehr nötig waren, er durfte sich gehen lassen, was seine Frau, die insgesamt merkwürdig drahtig blieb, zunächst noch mit unfreundlichen Bemerkungen kommentierte, in der Folge aber nur noch gleichgültig zur Kenntnis nahm – auch ein dicker Philosoph ist ein Philosoph, sagte sie, damit war dieses Thema für sie durch. Man kann nicht sagen, dass Fitzroy gerne dick war; glücklich fühlte er sich nicht dabei, aber wann hatte einer wie er sich schon glücklich gefühlt. Letztlich ging es nur darum, das Leben, dieses „Pensum zum Abarbeiten“, wie es sein philosophischer Einflüsterer Schopenhauer nannte, einigermaßen unbeschadet zu durchstehen, also gesund zu bleiben, was man auch mit beträchtlicher Leibesfülle konnte. Daraus wiederum ließ sich, bei wohlwollendem Bedenken, eine Art Hausmacher Frömmigkeit beziehen, für die man keinen Gott benötigte, sondern nur ein Gefühl wohliger Sicherheit, das einem sagte: Es ist alles in Ordnung, du bekommst, was du verdienst, und danach sehen wir weiter, was dich aber dann nicht mehr interessieren muss. Er hatte sozusagen immer ein Licht am Ende des Tunnels vor Augen, durch den zu zwängen allerdings zunehmend mühsamer wurde; – wäre er selbst nicht so zunehmend gewesen, hätte er es vermutlich leichter gehabt. Aber wer weiß.

So in etwa hatte sich Prof. Dr. Egidius Fitzroy die zweite Hälfte seines Lebens vorgestellt, die auch in etwa so eintraf, wie er sie sich ausmalte; zwar war ihm nicht vergönnt gewesen, eine Familie zu gründen, er hatte keine drahtige Frau, auch nicht ein oder zwei anmutige Töchter, aber sonst stimmte fast alles: Er wurde älter und dicker, die Leidenschaftlichkeit kam ihm abhanden, und er sah das tröstliche Licht am Ende des Tunnels. Nein. Er sah es eben nicht mehr, da war auf einmal nur noch das Dunkel am Ende des Tunnels. Obwohl dieser Umstand an sich kein Anlass zur Beängstigung sein konnte, schließlich ist alles, fast alles eine Frage der Wahrnehmung, und manche sehen, je nach Getränkezufuhr, nicht nur ein Licht und einen Tunnel, sondern deren vier oder fünf, fing Fitzroy, wie gesagt, an, sich Sorgen zu machen. Nicht um Gott, um den schon gar nicht, nicht um die Welt, um die es bekanntlich nicht gut steht, sondern um sich selbst; so viel Eigennutz muss sein. Ein Verdacht war in ihm aufgekommen und wurde zur Gewissheit: Er war eben doch nicht gesund, sondern krank, der Druck in seiner Brust deutete auf ein geheimes Leiden hin, dem vermutlich nicht mehr beizukommen war.

Fitzroy erhob sich schnaufend von seiner Tagesliegestatt, absolvierte ein paar wacklige Schritte in seinen Praxisräumen, von denen es am Ende der Wohntrasse in seine Privatgemächer überging; eigentlich kein Unterschied, er war hier wie dort zu Haus und unbehaust. Zugegeben, es war ein Privileg, auf so unkomfortable Weise wie er unglücklich zu sein, so luxuriös und abgeschirmt, aber gerade das erhöhte auch den in ihm aufgestauten Leidensdruck. Er seufzte, wischte sich zwei, drei dekorative Tränchen aus den Augen, die mit den Jahren kleine Sichtkrater um sich versammelt hatten. Nochmal die Praxisräume abgeschritten, keine Kunden, am Montag hatte er, nach dem Vorbild anständiger Friseure, Ruhetag. Gutes Stichwort, Ruhe, man soll es, gerade als denkender Mensch, mit der Bewegung nicht übertreiben, das untergräbt die Gesundheit, auch wenn die, wie in seinem Fall, ohnehin schon untergraben, ja womöglich längst in ihr bedrohliches Gegenteil umgeschlagen war.

Er setzte sich an seinen Schreibtisch; der Bürostuhl mit flexibler Rückenlehne und variabler Sitzfläche war, musste man zugeben, für ihn inzwischen zu klein und zu eng geworden. Wieder holte er tief Luft, rasselte sein Atem nicht schon, wurde sein Herz nicht gerade von inwendig angreifenden Feinstichattacken heimgesucht. „Nein“, sagte er. „Keine Panik“. Mit zunehmendem Alter gönnte er sich inzwischen auch eine Gepflogenheit, die ansonsten im Repertoire seines philosophischen Ratgeberprogramms unter der Rubrik Beginnende Demenz, Warnzeichen geführt wurde: er sprach mit sich selbst, besonders montags, wenn er Ruhetag hatte. „Nein“, wiederholte er. „Seien wir doch ehrlich. Es geht uns gut. Und besonders, dass ich diese Praxis führen darf, habe ich gefälligst als Geschenk anzunehmen. Man kennt mich, man kommt zu mir, man hört auf mich. Kann man nicht sogar sagen, dass man mich schätzt und liebt?“

Nein, konnte man nicht sagen, denn an dieser Stelle hatte er einen Frosch im Hals und krächzte nur noch. „Also, sagen wir so: Ich werde mehr geschätzt als geliebt, und dabei ist man gar nicht mal auf Praxisbesuche bei mir angewiesen, die im übrigen leider immer noch nicht von der Kasse bezahlt werden, sondern kann sich schriftlich Rat von mir einholen, denn ich betreibe, wie Sie alle wissen (?), die Kolumne Fragen Sie Fitzroy die bevorzugt Antwort auf Fragen gibt, die gar nicht gestellt wurden.“

Tatsächlich war Prof. Dr. Egidius Fitzroy vor Jahren zum philosophischen Lebensberater befördert worden, ohne dass er sich gegen diese, wie er fand: immer noch zweifelhafte Ehre länger als unbedingt nötig gewehrt hätte. Ihm war es damals geglückt, ein halbwegs erfolgreiches kleines Buch zu schreiben, dessen Titel Praxis Dr. Schopenhauer – Was wirklich zählt im Leben, ausgeheckt in der Marketingabteilung des Verlages, sich als so eingängig erwies, dass der Autor Fitzroy mit einemmal bekannter wurde, als er sich fühlte, und mit Leuten in Kontakt kam, denen er bislang erfolgreich aus dem Weg gegangen war. So trat denn auch ein Beauftragter der Internationalen Schopenhauer-Gesellschaft an ihn heran, der nach der Lektüre von Fitzroys Buch der naheliegenden Meinung war, dass es sich bei dem Verfasser um einen eingefleischten Schopenhauerianer handeln müsse, was aber nicht ganz stimmte, denn Fitzroy hatte sein Philosophiestudium absolviert, ohne sich dezidiert zu einem einzelnen Philosophen zu bekennen oder gar die Mitgliedschaft in einer der dazugehörigen Verwertungs- und Bekennergesellschaften anzustreben. Dass er dann sozusagen bei Schopenhauer hängengeblieben war, verdankte sich nüchterner Prüfung der Materiallage; von allen Philosophen, die er gelesen hatte, was, musste er zugeben, dann letztlich doch nicht so ganz viele waren, wirkte der Frankfurter Einzelgänger am überzeugendsten: Schopenhauer, persönlich wohl eher ein Unsympath, wie Fitzroy fand, blieb nahe dran an den Dingen des Lebens, mit denen sich auch Nichtphilosophen auseinanderzusetzen haben. Die Weltsicht, die daraus zu beziehen ist, bleibt alltagstauglich, hält sich von Illusionen weitgehend frei und setzt stattdessen auf das Menschenmögliche, dem dabei allerdings etwas die Begeisterungsfähigkeit abhanden kommt. So oder ähnlich hatte Fitzroy in seinem Buch Praxis Dr. Schopenhauer argumentiert; es reichte, um die Aufmerksamkeit der Internationalen Schopenhauer-Gesellschaft auf sich zu ziehen, die nicht nur über die Lehre des Meisters wacht, sondern auch an gesteigerter, über die Einverständigkeit in Fachkreisen hinausreichende Verbreitung interessiert ist. Man unterbreitete ihm ein Angebot, das, trotz der in den Satzungen festgehaltenen Verpflichtung zum sparsamen Umgang mit den Geldern der Gesellschaft, für die sich Schopenhauers eigene, gelegentlich etwas knauserig anmutende Haushaltsführung als Vorbild benennen ließ, auf die diskrete Finanzierung einer philosophischen Praxis hinauslief, die Prof. Dr. Egidius Fitzroy im Namen der Gesellschaft betreiben sollte. Gesagt, getan. Das Angebot kam Fitzroy gerade recht. Er, der von Haus aus ein kleines Erbteil sein eigen nannte, mit dem er pfleglich umgegangen war, so dass er nicht auf die Zwänge hektischer Erwerbstätigkeit angewiesen war, wollte sich ohnehin als Privatgelehrter und freier Autor niederlassen; dass ihm dafür nun eine Art Anschubfinanzierung nebst Unterhaltsbeihilfe zuteil wurde, konnte nur begrüßt werden.

Dr. Damian Wurm betrat Fitzroys Praxis immer mit dem viel zu lauten Gruß Einmarschieren!. Es war dies eine seiner Marotten, von denen er noch mehr hatte, die sich inzwischen aber eher unauffällig oder gar nicht mehr äußerten. Dr. Wurm, Militärhistoriker a.D., hatte sich vor einer Ewigkeit in Fitzroys Behandlung begeben; warum das geschah, wusste keiner mehr. Fest stand, dass er an der Weltlage laborierte, die er aber nicht vom globalen Gesichtspunkt ins Visier nahm, sondern einzelstaatlich sezierte. Ungeachtet nämlich aller Bekenntnisse zu den Segnungen globaler Vernetzung und Nachbarschaftshilfe, die in fortschrittlichen Kreisen, mittlerweile allerdings deutlich gedämpfter, zu vernehmen sind, ist die Erde ein von nationalen Interessen dominierter, geschundener Planet, dessen ungünstiger Gesamtsituation man durch vorausschauende, vor allem auch vorbeugende Maßnahmen hätte begegnen können. Zum Beispiel eben durch rechtzeitiges Einmarschieren in die von Dr. Wurm ausgemachten Krisen- und Gefährdungsstaaten, von denen es so bestürzend viele gab, dass aus der einen Ewigkeit, die Fitzroys Gesprächs- und Zuhörtherapie an Dr. Wurm nun schon währte, locker eine zweite Ewigkeit werden konnte.

„Herr Prof. Dr.“, sagte Wurm. „Wollen wir über Ihren akademischen Weg zu den beiden Titeln reden, die Sie mit sich herumschleppen!?“

„Nein, wollen wir nicht“, sagte Fitzroy. „Und ich will auch nicht wissen, auf welchem Schlachtfeld Sie sich Ihren Titel erschlichen haben. Ein promovierter Militärhistoriker, ich bitte Sie, das ist doch per se jenseits aller Unschuldsvermutungen.“

„Nur zu. Seien Sie unfreundlich zu mir, quälen Sie mich mit Worten und Taten. Eines Tages werde ich bei Ihnen einmarschieren, dass Ihnen endgültig Hören und Sehen vergeht!“

„Mein lieber Wurm, es ist immer wieder schön, mit Ihnen zu plaudern“, sagte Fitzroy. „An sich sind Sie ja schon lange mit sich im reinen, kommen aber trotzdem immer wieder gerne zu mir.“

„Immer wieder, ja“, sagte Wurm, „gerne – nein.“

„Nehmen Sie doch Platz. Im Sessel zum Beispiel. Sie können sich aber auch aufs Sofa legen und mir Ihre werten Gedanken von dort aus zukommen lassen.“ Fitzroy nahm am Schreibtisch Platz, dabei gab sein Bürostuhl ein merkwürdiges, fast unanständig klingendes Geräusch von sich. „Mir ist übrigens aufgefallen, dass Sie manchmal wie ein Abweichler, ein Renegat der reinen Lehre, reden “, sagte der Militärhistoriker. „Man sollte der Internationalen Schopenhauer-Gesellschaft empfehlen, die eine oder andere Wanze in Ihren Praxisräumen anzubringen, da würde sie manches zu hören bekommen, was den Verantwortlichen gar nicht schmecken dürfte.“

„Ich kann Sie beruhigen“, sagte Fitzroy, „diese Wanzen gibt es längst. Haben Sie übrigens was dagegen, wenn ich meine Schreibtischtäterposition aufgebe und ein paar Schritte gehe? Mein Rücken ist ganz verspannt.“

„Tun Sie, was Sie nicht lassen können.“

Fitzroy erhob sich, was ihm schwerfiel, sogar sehr schwer. Kein Wunder, denn was er schon länger befürchtet hatte, trat nun ein: Der Schreibtischstuhl erhob sich mit ihm, er ließ sich nicht mehr lösen. Fitzroy hing fest, umgekehrt wurde allerdings auch ein Stuhl draus: Sein Sitzmöbel hing fest, und zwar an ihm, der, so schien es, in diesem Moment endgültig seine Korpulenzgrenzen überschritten hatte. Dr. Wurm starrte ihn ungläubig an. „Was wollen Sie denn mit dem Stuhl?“ fragte er. „Ist das eine neue Übung?“

„Helfen Sie mir“, ächzte Fitzroy. „Bitte!“ Hatte man je eine unglücklichere Figur in dieser Praxis gesehen als den Therapeuten. Er stand. Mit eingedrückten Knien, nach vorn gebeugt, um das Restgleichgewicht zu halten, irgendwie, aber der Druck kam von hinten, dazu ein Zug nach unten, denn der Bürostuhl hing an ihm wie festgedübelt. Fitzroy ächzte, er hatte Schweissperlen auf der Stirn.

„Sie schnaufen wie ein altes Pferd, Herr Dr. Schopenhauer“, sagte Wurm vergnügt. „Aber ich will mal nicht so sein und Ihnen helfen. Schließlich ist Mitleid nach unserem Philosophen die höchste Tugend im menschlichen Zusammenleben. Allerdings –.“

„Bitte!!“

„Allerdings war er auch für die Schadenfreude empfänglich, die er zwar wiederholt verdammte, sich selbst aber, speziell mit Blick auf das Missgeschick anderer, gerne gönnte.“

Dr. Wurm machte sich dann doch noch an Fitzroys Stuhlgesäß zu schaffen. Er zog und zerrte, versuchte die Armlehnen zu lockern, die einen Klammergriff auf die Körpermitte des Philosophen ausübten; nach einigen Minuten, die sich wie eine weitere schlechte Ewigkeit anfühlten, hatte er Erfolg. Der Bürostuhl ließ sich lösen, was so abrupt geschah, dass Dr. Wurm mit zu Boden ging. „Jetzt schnaufen Sie wie ein altes Pferd“, sagte Fitzroy. „Ich danke Ihnen!“

„Da nicht für“, sagte Wurm. „Sie sollten aber ab sofort an Ihrem Gewicht arbeiten, Meister. Und ein neuer Bürostuhl in XXXL wäre auch nicht schlecht.“

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