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Das zwölfte von zwölf Zukunftsbildern: Die Erde ohne Menschen. Foto: Annabelle von Sperber/Klett Kinderbuch
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Das zwölfte von zwölf Zukunftsbildern: Die Erde ohne Menschen.

Bilderbuch

„Die besten Weltuntergänge“: Wie’s weitergeht

  • Judith von Sternburg
    VonJudith von Sternburg
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„Die besten Weltuntergänge“, ein schönes Bilderbuch über die mögliche Zukunft.

Wie viel Ironie verstehen Kinder? „Die besten Weltuntergänge“ ist jedenfalls ein Titel, der Erwachsene – auch sie dürfen sich angesprochen fühlen – praktisch zum Erwerb dieses fabelhaften Bilderbuches zwingt. Dabei sind es dann gar nicht alles Weltuntergänge, es könnte demnächst auch ganz schön werden. Die Autorin Andrea Paluch (die Frau von Grünen-Chef Robert Habeck, was nichts zur Sache tut, einen aber doch interessiert) und die Illustratorin Annabelle von Sperber haben sich „zwölf aufregende Zukunftsbilder“ ausgedacht, nein, nicht ausgedacht, sondern: sie zu Ende gedacht, sie zu Ende fantasiert und auf jeweils eine Doppelseite gestellt. Es gibt eine kleine Familie, die immer wieder auftaucht. Manchmal buchstäblich – in der gefluteten Zukunft –, manchmal wie auf einem Wimmelbild. Auch künftig, so viel ist klar, wird auf der Erde eine Menge los sein. Oder im Weltall, je nachdem.

Schlimm wäre es, schaurig, wenn das Wasser ausginge. Stark gewöhnungsbedürftig wäre es, auf einem Raumschiff zu leben. Oder in einer Welt, in der man nicht mehr in die Sonne gehen darf, also absolut gar nicht mehr. Oder in einer Welt, in der eine Pandemie herrscht. Huch. Das Zukunftsbild 8, auf dem echt alles haargenau so ist wie derzeit, erinnert daran, dass wir längst in der Zukunft leben. Und jeden Tag mehr. Und dass der Mensch in seiner Anpassungsfähigkeit ein Hammer ist.

Das Buch

Andrea Paluch/Annabelle von Sperber (Ill.): Die besten Weltuntergänge. Klett Kinderbuch. 32 S., 16 Euro.

Es gibt aber auch herzerfrischende Varianten, eine Welt ohne Autos oder eine Welt, in der alle Tiere frei leben. Dass Fragen offen bleiben – und was ist mit den Tieren, die Menschen essen? –, versteht sich von selbst und gehört zum Konzept. Vielleicht führt die Welt, in der alle Tiere frei leben, auch logisch zur Welt, in der überhaupt nur noch Tiere da sind. Im Kinderparadies – auch das gibt es, ziemlich rosa – muss man sich dafür nicht die Zähne putzen, weil sie von selbst sauber werden. Was ist das denn für ein Quatsch?

„Die besten Weltuntergänge“ interessiert sich für Zukünftiges, verliert aber nicht die Lust am Spiel. Gerade deshalb lädt jedes Zukunftsbild dazu ein, lange hinzugucken, in Ruhe zu lesen, sich selbst ein Bild zu machen.

Nicht auszuschließen, dass auch die Welt, wie sie ist (wie sie vor Corona war) einem Kind verrückter vorkommt als zuvor. Kann man belächeln, dass Autos superlangsam fahren müssen, wenn alle Tiere frei herumschwirren. Umgekehrt: Was ist daran so normal, dass alle ständig mordsmäßig aufpassen müssen, nur damit Autos freie Fahrt haben? ith Ab 8 Jahren

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