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„Lesen Sie alle Bücher“, sagte Kaube (r.), hier mit den Nominierten Andreas Kossert, Heike Behrend, Christoph Möllers, Asal Dardan, Daniel Leese, Michael Maar (v. l.) im Humboldt-Forum
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„Lesen Sie alle Bücher“, sagte Kaube (r.), hier mit den Nominierten Andreas Kossert, Heike Behrend, Christoph Möllers, Asal Dardan, Daniel Leese, Michael Maar (v. l.) im Humboldt-Forum.

Sachbücher

Deutscher Sachbuchpreis für Jürgen Kaube und „Hegels Welt“: Alles auf eine Karte

  • Judith von Sternburg
    VonJudith von Sternburg
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Jürgen Kaube bekommt für sein Hegel-Buch den ersten Deutschen Sachbuchpreis.

Im noch verschlossenen Humboldt-Forum in Berlin – „wo, wenn nicht hier?“, so der Generalintendant des Hauses, Hartmut Dorgerloh, weltläufig – wurde am Montagabend der erste Deutsche Sachbuchpreis vergeben. Jürgen Kaube, Autor und FAZ-Herausgeber, gewann ihn für sein großes Buch „Hegels Welt“ (Rowohlt Berlin) und zeigte sich höflich überrascht. Es sei nun so oft das Wort Aktualität gefallen, da habe er gedacht, die anderen seien gemeint. Hegels „Theorie von allem“, das mute sich „heute niemand mehr zu, wenn er bei Verstand ist oder sie bei Verstand ist“. Allerdings sei Hegel immer schon einzeln gewesen. „Man kann das nicht wiederholen, man kann daran lernen“, so Kaube ohne zu großen Respekt, der sich eher auf das Prinzip bezog: „dieses unbedingte Setzen auf eine Karte: das Wissen. Frei sein kann nur der, der sich auskennt. Freiheit ist ein Fall von praktisch werdendem Wissen“.

Hiermit erübrigte sich die Frage nach der Aktualität. Kaube entschuldigte sich dann noch bei seinem Lektor, der mehr für das Buch getan habe, als wir es uns vorstellen könnten.

Der Sachbuchpreis ist mit 42 500 Euro dotiert, von denen 25 000 nun an den Gewinner gehen und jeweils 2500 an die anderen sieben Nominierten – Heike Behrend („Menschwerdung eines Affen“), Asal Dardan („Betrachtungen einer Barbarin“), Daniel Leese („Maos langer Schatten“), Mai Thi Nguyen-Kim („Kleinste gemeinsame Wirklichkeit“), Andreas Kossert („Flucht“), Michael Maar („Die Schlange im Wolfspelz“) und Christoph Möllers („Freiheitsgrade“). Das musste noch einmal aufgezählt werden, denn Kaube sagte: „Lesen Sie bitte auch alle anderen Bücher.“ Die Juryvorsitzende Kia Vahland betonte, in allen nominierten Titel gehe es um Argumente, in keinem um Geschmäcklerisches. So wurden Wahrheiten gelassen ausgesprochen bei dieser ersten Vergabe des Preises, dem Lockdown abgetrotzt und im nächsten Jahr hoffentlich schon heiß erwartet und vor großem Publikum.

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