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CD

Vorsicht und Unverständnis

Vorsicht und Unverständnis

Themen, die im Gespräch sind, finden oft schnell Eingang in ein Genre, das eine solche Berührung manchmal regelrecht sucht. Gern folgt der Krimi gesellschaftlichen Strömungen; das heißt aber nicht automatisch, dass er an ihrer Oberfläche bleibt. Ein Tieftaucher ist Ake Edwardson, wenn er sich jetzt beschäftigt mit einem Schweden, das verwirrende, fremde Zuflucht ist für Menschen aus ganz anderen Kulturen. Vorsicht, im schlimmeren Fall Unverständnis, prägen den Umgang miteinander, nachdem in einem kleinen Laden drei Männer getötet worden sind, darunter zwei kurdische Einwanderer. Edwardsons etwas snobistischer Serien-Held, Kommissar Erik Winter, meint bald, alle heißen irgendwie Hussein - und er weiß noch weniger als sonst, wie er den Familien und Bekannten dieser Männer Informationen entlocken soll. Sie rücken zusammen, sie schweigen. Denn dort, wo sie herkommen, kann einem Misstrauen das Leben retten. sy

Ake Edwardson:

Rotes Meer.

Aus dem Schwedischen von Angelika Kutsch. Ullstein-Verlag,

Berlin 2008,

364 Seiten,

19,90 Euro.

Federnd aus dem Hintergrund

Unterhaltung ist, wenn stilvoll, etwas Anregendes, aber nur mäßig Fesselndes, was daher in den Hintergrund tritt, wenn die wichtigen Sachen kommen. So gesehen, hat die Musik des Duos Nighthawks mit Unterhaltung zu tun, vor allem aber mit Stil. Es ist Musik, die sich aus sich heraus nie in den Vordergrund drängen würde, dazu ist sie viel zu cool, aber wenn man sich entschließt genauer zuzuhören, merkt man, wie sehr man diesen Hintergrund die ganze Zeit unterschätzt hat. Das liegt erstens an dem ungemein nuancenreichen Trompetenton Reiner Winterschladens, so kunst- und andeutungsreich, dass man ihm immer viel mehr zutraut als man gerade hört, und so fein und reichhaltig, dass man das Brodeln eines heran nahenden Ausbruchs zu ahnen meint; und es liegt zweitens an dem klang- und landschaftskundige Bassisten und Elektroniker Dal Martino, der ein raffinierter Farbaufträger und federnder Rhythmiker ist. Das Duo erzeugt eine atmosphärische Aufladung, die so subtil ist, dass man sie ausblenden und in den Hintergrund schieben kann. Wo sie sich wohl fühlt, obwohl sie Besseres verdient. H.L.

Nighthawks:

Selection.

Herzog Records, www.herzigrecords.com

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