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Neues auch für Scherfologen

Neues auch für Scherfologen

Er wusste zu viel. Das gilt nicht nur für manchen Westernhelden, sondern auch für den früheren Radio-Bremen-Chefredakteur und mittlerweile pensionierten ARD-Korrespondenten Volker Mauersberger. Sein 362-Seiten-Wälzer über Bremens Altbürgermeister Henning Scherf ufert teilweise zu einem Lehrbuch über deutsche und Bremer Nachkriegsgeschichte aus. Wer das in Kauf nimmt oder es sogar schätzt, liest die bislang einzige Biografie über den bundesweit beachteten SPD-Sponti mit einigem Gewinn. Selbst die meisten Scherfologen wussten nicht, dass der Sohn aus frommer Anti-Nazi-Familie angeblich schon als Siebenjähriger "größer als die Domtürme und eines Tages Landesfürst" werden wollte. Dass der Zwei-Meter-Mann als linker Bürgerschreck in den 1970er Jahren 600 Morddrohungen erhielt. Dass er 1984 ausgerechnet mit CDU-Widersacher Bernd Neumann einen dreimonatigen, respektvollen Briefwechsel über Scherfs Kaffeepflücker-Einsatz im links gewendeten Nicaragua führte.

Dass Mauersberger vom Hörfunk kommt, merkt man zweifach: Er schreibt angenehm eingängig - und er kümmert sich nicht groß um korrekte Namensschreibweisen (die hört man im Radio ja nicht). Aber auch ein Hörfunker könnte wissen, dass die SPD-Abspaltung AfB, deren Wahlerfolg 1995 den Abgang von Scherf-Vorgänger Klaus Wedemeier auslöste, "Arbeit für Bremen" hieß und nicht "Arbeitsgemeinschaft". stg

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