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FR-Chefredakteurin Bascha Mika und Autor Stephan Hebel.

Buchvorstellung

Ein Brief an AfD-Wähler

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    Kathrin Rosendorff
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Stephan Hebel, Autor der Frankfurter Rundschau, stellt auf der Buchmesse sein neues Buch vor: Ein Brandbrief an die Wähler der AfD.

Was nur macht die Alternative für Deutschland so erfolgreich? Und wie können AfD-Wähler zurückgewonnen werden für eine demokratische Gesellschaft? FR-Autor Stephan Hebel hat einen offenen Brandbrief geschrieben, in dem er sich mit Anhängern der AfD auseinandersetzt: „Sehr geehrter AfD-Wähler, wählen Sie sich nicht unglücklich!“

Und als er im Gespräch mit FR-Chefredakteurin Bascha Mika das Buch am FR-Stand vorstellt, kommt Hebel so richtig in Fahrt. In der AfD drücke sich ein Trend aus, der schon länger da gewesen sei in der deutschen Gesellschaft – sich nämlich „ohne verlässliche gesellschaftliche Bindung seinen Vorteil zu suchen“. Auch bei Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck komme diese Vorgehensweise immer wieder mal zum Ausdruck. Die AfD mache „aus Flüchtlingen eine Projektionsfläche für Probleme, die sie nicht verursacht haben“.

FR-Redakteur Claus-Jürgen Göpfert nutzt die Chance, als Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am FR-Stand als Spontangast vorbeikommt, um auch ihn zur AfD-Fraktion im Römer zu befragen. „Also, wie ihr damit umgeht.“ Zunächst sagt Feldmann: „Natürlich sind die Frankfurter, also gerade die vielen Nicht-Wähler ein Stück weit selbst schuld, dass es so weit gekommen ist. Wir müssen jetzt diese Suppe irgendwie auslöffeln.“

Dann betont der Oberbürgermeister aber auch, dass ein Ausgrenzen der AfD im Römer nicht nur schwierig sei, sondern auch nicht die Lösung sein könne. „Wir müssen uns nicht vor ihnen kleinmachen, sondern unsere demokratischen Werte, also die Weltoffenheit und Toleranz, für die unsere Stadt steht, durchsetzen.“

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