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Bunte Beleuchtung statt Dekoration: Die Hotlist-Party im Literaturhaus Frankfurt.
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Bunte Beleuchtung statt Dekoration: Die Hotlist-Party im Literaturhaus Frankfurt.

Buchmesse Indie-Verlage 2016

Beleuchtung, Bass und Bier

In der Indie-Szene der Verlage ist der Hotlist-Preis heißbegehrt. Die anschließende Party der Preisverleihung ist angeblich mindestens genauso hot wie der Preis selbst. Stimmt das?

Von Anne Heigel

Bei diesem ganzen Tumult der kommerziellen Verlage auf der Buchmesse könnten die unabhängigen Verlage bei oberflächlicher Betrachtung Gefahr laufen, unterzugehen. Wäre da nicht die Hotlist, mit der seit 2009 alljährlich die Unabhängigkeit gefeiert wird.

Einmal im Jahr werden die zehn besten Bücher aus Independent Verlagen ermittelt. Während sich zu Beginn 110 Verlage bewarben, waren es in diesem Jahr schon 158. Drei von zehn heißbegehrten Plätze der Indie-Liste werden durch ein Online-Votum besetzt, die restlichen sieben durch eine Fachjury. Sie bestimmt außerdem, welcher Verlag zusätzlich zu seiner Nominierung zur Hotlist den alljährlichen Hotlist-Preis verliehen bekommt, der mit 5000 Euro dotiert ist.

In diesem Jahr ging er an den Arco Verlag für „Die Geometrie des Verzichts“ von Debora Vogel, übersetzt von Anna Maja Misiak. „Dem Arco Verlag sind zahlreiche Entdeckungen verschollener und verdrängter Literatur zu verdanken“, heißt es in der Jurybegründung.

Im Rahmen der Hotlist wird von den Buchhändlerinnen und Buchhändlern außerdem der Melusine-Huss-Preis verliehen. Er ging in diesem Jahr an den Guggolz Verlag für „Szenen aus Schottland“ von James Leslie Mitchell, übersetzt von Esther Kinsky.

Immer freitags werden in der Messewoche die nominierten Verlage mit ihren Buchtiteln bei einer Feier geehrt und die Preise verliehen. Die Party danach, das behaupten zumindest Stimmen aus Feuilleton und Szene, ist allerdings wichtiger als die Verleihung selbst. Gefeiert wurde im Literaturhaus, in dem ja schon so manch ein Verlag eine Party gegeben hat. Gediegen wie das Fischer-Fest am Vortag war die Hotlist-Party aber nicht. Es fehlten Floristikdekorationen, Wein und Perlenschmuck. Dafür traten Beleuchtungstechnik, Bier und Bass in den Vordergrund. In diesem Sinne: Es lebe die Unabhängigkeit!

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