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Krimi

Die Autorin, die die Täter versteht

Die Autorin, die die Täter versteht

Die Autorin, die die Täter versteht

Karin Fossum traut sich was. Nach "Der Mord an Harriet Krohn", in dem sie plausibel machte, was in jemandem vorgeht, der eher zufällig zum Mörder wird, stellt sie nun einen Pädophilen in den Mittelpunkt. Ein Junge wird tot gefunden, im Wald, ein Ehepaar hat bei seinem Spaziergang einen Verdächtigen gesehen und kann ihn beschreiben. Trotzdem ziehen sich die Ermittlungen hin. Zeit vergeht, in der Fossum immer wieder auch von Angst und Verzweiflung des Täters erzählt. Doch sie plädiert keineswegs dafür, ihn zu verschonen: Der verstörte Mensch, den sie so eindringlich zeichnet, muss gefunden werden. Und, wenn möglich, therapiert. Fossum isteine Meisterin psychologischerFigurenzeichnung, und sorgfältig auch bei jeder Nebenfigur. Die Ehe des Paares lässt sie zerbrechen an dem Leichenfund:Er fotografierte den Toten mit seinem Handy, sie ist abgestoßen von seiner Sensationslust, die Dinge schaukeln sich auf. Ersagt, "reg dich ab, Schatz". Sie zieht aus. Ein traurig einleuchtender Nebenstrang in einem großen Krimi. sy

Karin Fossum: Wer anders liebt. Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs. Piper-Verlag, München 2008, 250 Seiten, 18 Euro.

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