Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Donna Leon signiert auf der Buchmesse.
+
Donna Leon signiert auf der Buchmesse.

Donna Leon

Die Arien des Guido Brunetti

  • Sylvia Staude
    VonSylvia Staude
    schließen

Donna Leon liest im Frankfurter Schauspiel aus ihrem 25. Kriminalroman und erzählt auch von ihrem 26.

Im gut gefüllten Frankfurter Schauspielhaus traten als munteres, auch eingespieltes Duo die Krimi-Autorin Donna Leon und die Schauspielerin Annett Renneberg auf. Leon stellt in Deutschland noch den 25. Commissario-Brunetti-Roman vor, während sie nach eigener Auskunft bereits den 26. und ein Drittel vom 27. geschrieben hat. Sie dürfte aber der Traum jedes Lesungs-Veranstalters sein: unzickig, schlagfertig, auskunftsfreudig.

Sie erzählt, dass sie den 25. Brunetti („Ewige Jugend“) umgeschrieben habe, als sie merkte, dass man nicht mit einem Mädchen mitfühlt, das seit 15 Jahren tot ist – sie ließ den Teenager dann nicht ertrinken, doch einen Hirnschaden erleiden. „Es ist unser Geschäft“, sagt sie über Schriftsteller und beugt sich vor zum Publikum, „Ihre Emotionen zu manipulieren.“ Warum, wenn es einen nicht bei den Gefühlen packt, würde man sich die Mühe machen, ein Buch zu lesen?

Bekannt ist Donna Leons Begeisterung für Oper und Barockmusik; so erklärt sie später, dass es in ihren Romanen „Arias“ gibt, die man von einem Band in den anderen verpflanzen könne, weil sie mit der jeweils aktuellen Handlung nichts zu tun haben. In „Ewige Jugend“ ist eine solche Arie der Sport treibende und dann an Muskelkater leidende Guido Brunetti. Eine andere der nachts die Unordnung seiner Kinder betrachtende Commissario.

In Band 26., verriet Donna Leon, habe Brunetti die Schnauze voll von seiner Arbeit. Was auf sie kein bisschen zuzutreffen scheint: Das Schreiben mache so viel Spaß, denn Figuren müssten genau das tun, was man sie als Autor tun lässt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare