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Reinhold Messner stellte auf der Buchmesse sein Buch über die Erstbesteigung des Matterhorns vor. (Archivbild)
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Reinhold Messner stellte auf der Buchmesse sein Buch über die Erstbesteigung des Matterhorns vor. (Archivbild)

Buchmesse in Frankfurt

Absturz bei der Erstbesteigung

Messner erzählt in seinem Buch "Absturz des Himmels" über die Erstbesteigung des Matterhorns vor 150 Jahren. Für den Bergsteiger Messner ist die Erstbesteigung etwas Besonderes: „Das war eine der ersten großen Geschichten, die das Bergsteigen hergegeben hat.“

Von Lisa Bergmann

Edward Whymper war nicht der Erste, das stellt Reinhold Messner zuerst einmal klar, vielmehr war er einer von sieben. Einer von jenen sieben Menschen, die zum ersten Mal den Gipfel des knapp 4500 Meter hohen Matterhorns erreichten. Messner sollte wissen, wie es wirklich war. Lange hat er für sein neues Buch „Absturz des Himmels“ recherchiert.

Darin erzählt er von der Erstbesteigung des Matterhorns im Jahr 1865, die mit einem tragischen Unglück endete. „Nach 150 Jahren war es an der Zeit, die Geschichte zu korrigieren“, sagt Messner bei der Vorstellung seines Buches auf dem Blauen Sofa, einer Sendereihe des ZDF, die in diesen Tagen natürlich auf der Buchmesse aufgezeichnet wird.

"Ich komme aus der Wildnis"

Whymper und sechs andere Männer erreichten am 14. Juli 1865 als erste den Gipfel des Matterhorns. Beim Abstieg, erzählt Messner, stürzten drei Engländer und ein Bergführer in die Tiefe, Whymper sowie zwei weitere Bergführer überlebten. Für den Bergsteiger Messner ist die Erstbesteigung und das anschließende Unglück etwas Besonderes: „Das war eine der ersten großen Geschichten, die das Bergsteigen hergegeben hat.“

Wer wäre wohl besser geeignet, sie nachzuerzählen als Reinhold Messner? Immerhin gilt er als „der erfolgreichste Bergsteiger aller Zeiten“, wie Moderatorin Marita Hübinger sagt. Messner äußert sich anerkennend über den Protagonisten seines Buches, Edward Whymper: „Er war ein guter Bergsteiger – für sein jugendliches Alter und dafür, dass er aus London kam.“

Der 25-jährige Whymper war gelernter Holzdrucker und sollte für einen Kunden ein Buch über die Alpen illustrieren. Mit dem ersten Besuch packte ihn der Ehrgeiz, die Gipfel zu besteigen. Aber ein richtig guter Bergsteiger, der muss scheinbar doch aus den Bergen kommen, so wie Messner: „Ich komme aus der Wildnis. Ich bin kein Städter, der ins Gebirge kommt.“

Berg in Nepal gilt als unbestiegen

Für Messner ist es übrigens kein Wunder, dass der frühe Alpinismus gerade unter den Briten so beliebt war. „Engländer waren es gewohnt, als Kolonisten die Welt zu erobern.“ Und im Falle des Matterhorns gewannen sie das Wettrennen um die Erstbesteigung gegen die Italiener, die fast zeitgleich zur Gipfelstürmung aufgebrochen waren.

Das Matterhorn übt auf Messner eine besondere Faszination aus. „Es ist keine einfache Pyramide, sondern in sich noch mal gedreht. Das und die Wetterverhältnisse machen die Besteigung so schwierig.“ Besucher des Blauen Sofas konnten noch etwas lernen: Die Form einer schweizerischen Schokoladenspezialität sei dem Matterhorn nachempfunden, erzählt Moderatorin Hübinger.

Einen Berg gibt es aber, der in Messners Gunst noch höher steht: der 7000 Meter hohe Machapuchare in Nepal. Offiziell gilt er als noch unbestiegen. „Der ist von der Natur frech gefaltet.“

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