Plötzlich Favoritin: Larissa Marolt im Dschungelcamp.
+
Plötzlich Favoritin: Larissa Marolt im Dschungelcamp.

Dschungelcamp Finale

Larissa geht als Favoritin ins Finale

Die achte Staffel vom RTL-Dschungelcamp steuert auf das Finale zu. Als Favorit gilt ausgerechnet Larissa: Das österreichische Model hatte sich zu Beginn vom Dschungelcamp vor allem als Nervensäge profiliert.

Zur ersten "Dschungelkaiserin" hat RTL Larissa Marolt schon erklärt, als sie für einen Tag die Campleitung übernahm - in Anspielung auf ihre österreichische Herkunft und Monarchin Sisi. Dabei hatte sich das 21-jährige "Topmodel" zum Auftakt der achten Staffel von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" mit Kreischattacken wegen Krabbeltieren und Rumgenöle wegen unbequemer Pritschen eher als Nervensäge im Dschungelcamp profiliert.

Die vergangenen zwei Wochen, die einer Art Larissa-Show glichen, haben jedoch zu einem Imagewandel geführt: So ertrug sie fast stoisch die Lästereien und eine Schubsattacke.

Zudem könnte die achte Staffel für RTL zur erfolgreichsten seit der Premiere vor zehn Jahren werden. Schon am Wochenende verbuchten die Macher

Halbzeitrekord für das Dschungelcamp

: im Schnitt schauten an den ersten Tagen 7,79 Millionen Menschen zu.

Ein Großteil der Zuschauerschaft scheint infiziert. An einigen Abenden schalteten mehr als acht Millionen Menschen das Urwaldtreiben ein. Hin und wieder waren das mehr als ein Drittel der Leute, die zu dieser Zeit fernsahen. RTL bringt das Camp in fast all seinen Magazinen unter - mal mit Live-Schalten nach Australien, mal mit Aufklär-Beiträgen etwa über den Effekt der Reis-und-Bohnen-Diät. In Sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter ist das Camp ein Megathema. Einige Bewohner sammelten Zehntausende neue Fans. Und die diskutieren heftig: Bis zu 200 Tweets pro Minute hat die Hamburger Medienwissenschaftlerin Joan Kristin Bleicher gezählt.

Rollenwechsel

Selten haben Rollen und Ansehen der Bewohner so schnell gewechselt wie in dieser Staffel. Larissa wird innerhalb weniger Sekunden von der Kämpferin zum Sündenbock. Meist davon abhängig wechselte Schauspieler Winfried Glatzeder (68) seine Laune: gerade noch gutmütig-altersweise war er schlagartig auf 180 und wurde sogar einmal handgreiflich.

Den größten Widerspruch zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung gab es wohl bei Ex-Viva-Moderator Mola Adebisi (40). Zweimal musste er mit Larissa in die Prüfung - und während sie ihre Aufgabe beachtlich meisterte, brach er einmal ab (schlecht gelaunt an dem Tag). Im Camp jedoch rühmte er sich, dass Larissa nur dank seiner "Strenge" Leistung erbracht und er einen tollen Job gemacht habe.

Der Wendler

Den heftigsten Stimmungswechsel zeigte Sänger Michael Wendler (41). Vor Beginn der Show kündigte er an, keine einzige Dschungelprüfung machen zu wollen. Dann absolvierte er direkt die erste mit Bravour. Dann verließ er am vierten Tag freiwillig das Camp (zu unhygienisch, zu wenig Essen). Dann traf er seinen Begleiter und hörte, dass er sich glamourös geschlagen habe. Dann wollte er wieder zurück ins Camp - und bot dem Sender per Videobotschaft auch noch an, er unterschreibe, keinen Kontakt zur Außenwelt gehabt zu haben.

Die Moderatoren

Mit "ever, ever, ever" texten die Moderatoren Sonja Zietlow (45) und Daniel Hartwich (35) so ziemlich jeden Beitrag an, der in irgendeiner Weise unter Superlativverdacht stehen könnte. Hartwich erklärte dazu schlicht: "Das ist irgendwie bei den ersten Proben entstanden und seitdem machen wir das halt." Seinen Ursprung haben könnte es bei der früheren Camp-Bewohnerin Sarah Knappik, die einst von der "härtesten Dschungelprüfung ever" sprach.

Der zweite Running "Gag" des Duos, "Good Morning in the Morning", stammt vom Wendler, der mit dem Spruch aus dem Hotel grüßte. Darüber hinaus gleichen die Moderationen jenen vergangener Staffeln: lästern über die Promis, ein bisschen Scherze über das Weltgeschehen jenseits des Buschs sowie ab und zu ein selbstironischer Seitenhieb auf RTL. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare