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Wie lange gibt es den Flash Player noch? Experten geben ihm keine zwei Jahre mehr.
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Wie lange gibt es den Flash Player noch? Experten geben ihm keine zwei Jahre mehr.

Flash Player

Der langsame Tod des Flash Players

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
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Die Zeit des Flash Players geht dem Ende entgegen: Im Jahr 2015 hatten nur noch sechs Prozent der Webvideos das Flash-Format. Nun macht Google einen weiteren Schritt, der dem Flash Player Nutzer entzieht. Experten gehen davon aus, dass der Flash Player bald keine Rolle mehr spielt.

Das Ende des Flash Players ist nur noch eine Frage der Zeit, so viel steht fest. Nun gibt es neue Zahlen, die das belegen und neuangekündigte Maßnahmen, die den Tod der veralteten Webtechnologie beschleunigen könnten. Der "Global Media Format Report 2016" (pdf) zeigt, dass Flash-Videos weniger werden: Während im Jahr 2014 noch 21 Prozent der Webvideos das Flash-Format hatten, waren es 2015 nur noch sechs Prozent. Man erwarte, dass Flash-Videos innerhalb der nächsten zwei Jahre aus dem Report verschwinden würden, so die Experten.

Einen weiteren kleinen Schritt auf dem Weg zum Ende des Flash Players ist nun Google gegangen: Das Internetunternehmen kündigt an, dass die Google-Werbenetzwerke "Google Display Network" und "DoubleClick Digital Marketing" ab 30. Juni 2016 keine neu hochgeladenen Flash-Anzeigen mehr akzeptieren. Ab 2. Januar 2017 sollen Anzeigen im Flash-Format nicht mehr ausgespielt werden. Video-Werbung im Flash-Format soll von diesem Schritt jedoch erst einmal ausgenommen sein, heißt es in der Ankündigung.

Schon seit Januar 2015 nutzt Googles Videoplattform YouTube standardmäßig den neuen Standard HTML5 für das Abspielen der Videos, mit der immer weiter voranschreitenden Verbreitung von Smartphones und Tablets gerät der Flash Player noch weiter ins Hintertreffen. Mittlerweile scheint sogar Adobe, der Firma hinter dem Flash Player, daran gelegen zu sein, dass Inhalte nicht mehr mit Flash erstellt werden. In einer Mitteilung ermutigte Adobe Ende vergangenen Jahres Inhaltslieferanten, ihre Inhalte künftig mit neuen Webstandards wie HTML5 zu erstellen.

Das ist kein Wunder: Experten raten schon lange dazu, den ressourcenfressenden Flash Player zu deinstallieren, da in relativ geringen Zeitabständen größere Sicherheitslücken bekannt werden, die den Rechner anfällig für Angriffe von außen machen. Bereits 2010 erklärte der damalige Apple-Chef Steve Jobs in einem offenen Brief, warum Geräte seines Unternehmens Flash nicht unterstützen: "Wir wollen die Zuverlässigkeit und Sicherheit unserer iPhones, iPods und iPads nicht dadurch verringern, dass wir Flash nutzen." Stattdessen nutzt Apple HTML5 - genau wie Google und viele Web-Entwickler, die dem Flash Player nur eines wünschen: Einen baldigen Tod.

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