Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Mit einer großen Ausstellung "60 Jahre - 60 Werke" wird in Berlin die Geschichte der Bundesrepublik als große Kunstreise nacherzählt. Bild: "Tiger" von Gerhard Richter im Martin-Gropius-Bau in Berlin.
+
Mit einer großen Ausstellung "60 Jahre - 60 Werke" wird in Berlin die Geschichte der Bundesrepublik als große Kunstreise nacherzählt. Bild: "Tiger" von Gerhard Richter im Martin-Gropius-Bau in Berlin.

Ausstellung

Kunstreise durch 60 Jahre in 60 Werken

Mit einer großen Ausstellung "60 Jahre - 60 Werke" wird in Berlin von diesem Freitag an die Geschichte der Bundesrepublik als große Kunstreise nacherzählt.

Berlin. Mit einer großen Ausstellung "60 Jahre - 60 Werke" wird in Berlin von diesem Freitag an die Geschichte der Bundesrepublik als große Kunstreise nacherzählt.

Im Martin-Gropius- Bau werden bis zum 14. Juni 60 herausragende Arbeiten aus Malerei, Skulptur, Fotografie und Installationskunst präsentiert, die seit 1949 entstanden. Ob Georg Baselitz, Joseph Beuys, Ruprecht Geiger, Rebecca Horn oder Gerhard Richter - nach dem Zweiten Weltkrieg habe die Bundesrepublik die "beispiellose Kulturblüte einer freien Gesellschaft" erlebt, sagte Mitkurator und Kunstkritiker Peter Iden am Dienstag. Eröffnet wird die Schau an diesem Donnerstag von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Entstanden sei die Idee, für jedes Jahr ein Schlüsselwerk von einem in der Bundesrepublik lebenden Künstler zu zeigen, aus einer Gruppe von Kunsthistorikern und Ausstellungsmachern, darunter Götz Adriani und Bazon Brock. Daraus habe sich ein Kuratorium gebildet, das für Konzeption und Auswahl verantwortlich gewesen sei. Präsentiert werden künstlerische Positionen, "die auf der sicheren Grundlage des Grundgesetzes, nämlich der staatlich garantierten künstlerischen Freiheit" geschaffen wurden.

Die Auswahl sei ein "Korsett" für die Werkauswahl gewesen, die Schau habe daher nicht Anspruch auf Vollständigkeit, betonte Iden. Ergänzt wird jedes Werk mit weiteren Bildern der Künstler. Seit Ende März stellt die "Bild"-Zeitung jeden Tag ein Werk aus der Kunstschau mit einem erklärenden Text vor.

Von Werner Heldts "Stillleben mit Häuserblick oder Berlin am Meer" von 1949 bis zu Tobias Rehbergers Lichtinstallation "Anderer" aus diesem Jahr - die Ausstellung bietet ein Panorama bundesrepublikanischer Kunst als "Erinnerungsarbeit". Gezeigt wird unter anderem Joseph Beuys' mit Filz überzogener Konzertflügel, eine von Markus Lüppertz zusammengestellte Affensammlung für seinen Freund Jörg Immendorff und Martin Kippenbergers lebensgroße Holzgondel "Sozialkistentransporter".

Die Ausstellungsmacher wiesen bereits zuvor laut gewordene Vorwürfe zurück, die Schau schließe Kunst aus der DDR aus. Die Auswahl sei im Geiste des Grundgesetzartikels 5, Absatz 3 getroffen worden: "Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei", wie Kuratoriumssprecher Walter Smerling betonte. Die DDR habe freie Kunst unterdrückt. "Es geht hier nicht um Staatskunst", ergänzte Iden. Allerdings seien etwa mit A.R.Penck, Gerhard Richter oder Günther Uecker Künstler vertreten, die aus der DDR kamen und in der Bundesrepublik frei arbeiten konnten.

Neben den Kunstwerken wird auch der zeitgeschichtliche Hintergrund ihrer Entstehung präsentiert. Auf 60 Monitoren werden in Filmausschnitten die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse jeweils eines Jahres nacherzählt. Die Filme wurden vom Journalisten Heribert Schwan aus Archiv-Material des Westdeutschen Rundfunks zusammengestellt. Auf sechs "interaktiven Tischen" werden außerdem für jeweils eine Dekade Kunstströmungen und Ereignisse der Zeit miteinander verbunden. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare