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Herr über höchst unterschiedliche Kunst-Häuser: Philipp Demandt.
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Herr über höchst unterschiedliche Kunst-Häuser: Philipp Demandt.

Frankfurter Museen

Philipp Demandt bleibt und hört auf: Aus drei mach zwei in Frankfurt

  • VonSandra Danicke
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Museumsdirektor Philipp Demandt verlängert seine Verträge, zieht sich aber auch zurück.

Philipp Demandt macht weiter. Und Philipp Demandt hört auf. Der Museumsleiter hat seine Verträge mit der Stadt Frankfurt um fünf Jahre verlängert; er bleibt bis 2026 Direktor des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung. Vorläufig ist er auch - wie bisher - für die Schirn Kunsthalle als Leiter zuständig, doch das wird sich schnell ändern. Für Juni 2022 wird eine neue Leitung gesucht, die Schirn soll - nach dem Wunsch von Kulturdzernentin Ina Hartwig - eine neue Ausrichtung erhalten, und das ist gut so.

Warum, so musste man sich jahrelang fragen, sollte ein und derselbe Mensch für drei komplett unterschiedlich ausgerichtete Ausstellungs- und Sammlungshäuser zuständig sein? Grund für diese seltsame Konstellation, die neben wenigen Vorteilen (so kann die Schirn gelegentlich Leihgaben bekommen, für die sich das Städel revanchieren kann), zahlreiche Nachteile hat. Zumal man den Eindruck eines monopolistischen Patriarchats nie vollständig loswurde. Grund für die Zusammenlegung der Häuser in einer Hand war einst Demandts Vorgänger Max Hollein, der sein Amt als Schirn-Chef so erfolgreich ausgeübt hatte, dass man ihm nach dem Ausscheiden von Herbert Beck als Städel- und Liebieghausdirektor 2006 zwei zusätzliche Häuser anvertraute. Schon damals hagelte es Kritik, wenngleich Hollein die Aufgabe souverän meisterte. Bei Demandt hatte man indes stets den Eindruck einer latenten Überforderung. Das Museale, so schien es, liegt ihm weit näher, als das bisweilen schrille Geschäft mit Themen- und Newcomer-Shows.

Schon seinen Einstand bei der Schirn hatte Demandt vergurkt. Die Ausstellung „König der Tiere“ mit Bildern des Kolonialmalers Wilhelm Kuhnert 2018, die der Leiter selbst kuratiert hatte, war massiv in die Kritik geraten. Nicht nur, weil die Gemälde eben nichts weiter waren als mittelmäßige Tierbilder, die noch dazu mit dem realen Leben von Löwe und Zebra kaum etwas zu tun hatten, sondern auch, weil der Hintergrund des deutschen Kolonialsystems in Afrika einer ausführlichen Thematisierundg bedurft hätte. Reizvolle Blockbuster-Ausstellungen wurden weniger, aufregende Themenausstellungen seltener. Wenn es sie gab, so war das vor allem den hervorragenden Kuratorinnen des Hauses zu verdanken.

Vor allem jedoch vermisste man bis zuletzt ein eindeutiges Profil. Es ist Zeit, für neue Ideen.

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