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Ist das Ölgemälde "Salvator Mundi" (Weltenretter) ein echter Leonardo?
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Ist das Ölgemälde "Salvator Mundi" (Weltenretter) ein echter Leonardo?

Salvator Mundi

Echtheit noch ungeklärt

Das Ölgemälde "Salvator Mundi" wurde um 1500 gemalt. Auf Grund des Pinselstrichs, der Qualität und der Pigmentierung wird es Leonardo da Vinci zugeschrieben. Oder hat ein Schüler den Meister nur gut kopiert?

Die Echtheit des neu aufgetauchten Gemäldes von Leonardo da Vinci (1452-1519) ist nach Einschätzung des deutschen Experten Frank Zöllner noch nicht vollständig geklärt. „Das Ganze ist eine sehr interessante Hypothese, und man wird sehen, ob sie Bestand hat“, sagte Zöllner. „Man muss das ergebnisoffen prüfen.“ Was man ausschließen könne, sei eine Fälschung. Es gehe um die Frage, ob der „Salvator Mundi“ (Weltenretter) ein Werk des Meisters selbst oder die hochklassige Kopie eines Schülers sei. Diese Frage zu klären, sei in höchstem Maße kompliziert, betonte der Leipziger Professor. Das in New York aufgetauchte Werk zeigt einen Christus mit zum Segen erhobener rechter Hand. Die Beurteilung der Echtheit basiere vor allem auf Stilanalysen und auf technischen Untersuchungen, sagte Zöllner. Stilistisch stelle sich in erster Linie die Frage, ob das Gesicht voll überzeuge. Schon anhand eines Fotos lasse sich erkennen, dass zum Beispiel die Segenshand außerordentlich genau modelliert und die Lichtführung sehr suggestiv sei. „Aber man müsste sich auch fragen, ob ein Gesicht mit einer so langen Nase denn nun unbedingt dem Perfektionismus Leonardos entspricht.“ Das alles seien Einschätzungsfragen, bei denen unterschiedliche Experten zu unterschiedlichen Schlüssen kommen könnten.

Noch in diesem Jahr soll der "Salvator Mundi" in London ausgestellt werden. Das auf umgerechnet 142 Millionen Euro geschätzte Werk werde als Teil der im November eröffnenden Ausstellung über den Künstler gezeigt, teilte die National Gallery in London mit. Das Ölgemälde wurde um das Jahr 1500 gemalt. Experten hatten die Echtheit anhand des Pinselstrichs, der Qualität und der Pigmentierung feststellen können. „Salvator Mundi“ gehörte einst dem englischen König Charles I. und zählt derzeit zum Besitz eines US-Konsortiums verschiedener Kunsthändler. Das Gemälde steht nach Angaben der Eigentümer nicht zum Verkauf. „Ich habe gegenüber der National Gallery klargestellt, dass das Bild nicht auf dem Markt ist und es keine Pläne zum Verkauf nach der Ausstellung gibt“, sagte der in New York angesiedelte private Kunsthändler Robert Simon. (dpa)

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