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Karl Lagerfeld und seine "Modemethode" in der Bundeskunsthalle Köln.

Karl Lagerfeld Bonn

Das Brautkleid aus Neopren

Die Bonner Bundeskunsthalle hat dem Designer und Modeschöpfer Karl Lagerfeld eine Schau eingerichtet. Es ist die erste, die seine Arbeit als Modedesigner in den Mittelpunkt stellt, seine „Modemethode“.

Von Anne Burgmer

Im Anfang ist das Papier. Weiß, unberührt, voller Möglichkeiten. Zumindest, wenn man Karl Lagerfeld heißt. Für den bedeutendsten deutschen Modedesigner ist es der Ausgangspunkt allen Schaffens. „Ich muss immer Papier unter meinen Fingern spüren, damit ich mich ausdrücken kann.“ Eine Papiermarionette sei er. Was natürlich nicht stimmt.

Denn er hält die Fäden in der Hand. Seit mehr als 60 Jahren erschafft der gebürtige Hamburger darauf Mode, von der Frauen weltweit träumen: Fendi, Chanel, Chloé. Auch ins Museum hat es der Meister schon häufig geschafft, erst vor einem Jahr in das Essener Museum Folkwang.

#gallery

Doch noch niemals stand seine Mode im Mittelpunkt. Das ändert sich nun. Die Bonner Bundeskunsthalle richtet den Blick auf das, was Karl Lagerfelds Ruhm einst begründet hat: sein Schaffen als Designer. Und sie tut gut daran. Denn Lagerfeld, so wie das Publikum ihn heute wahrnehmen kann, ist ein Gesamtkunstwerk, eine Inszenierung mit weißem Zopf, mit strengem Kragen und mit Sonnenbrille, die mitunter den Blick auf das Wesentliche verstellt.

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