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Hauptstadtmagazin "Berlin-Block"

Kommando Himmelfahrt

Berlin-Block heißt das neue Stadtmagazin in der Hauptstadt. Auflage: 15.000, Erscheinungsweise monatlich. Zielgruppe sind Leute jenseits der 30. Aber: Der Markt ist hart umkämpft. Von Hans-Hermann Kotte

Von Hans-Hermann Kotte

Auf dem Cover hebt der Fernsehturm raketengleich zischend und krachend ab. Mit diesem Titel startet Berlin-Block, ein neues Stadtmagazin, das von heute an in der Hauptstadt mitmischen will. Auflage: 15.000, Erscheinungsweise monatlich. Zielgruppe sind Leute jenseits der 30. Berlin-Block, der Name des neuen Magazins, soll an den Notizblock erinnern, an den Straßenblock, an den lokalpatriotischen Rap "Mein Block". Das Raketenbild will Aufbruch signalisieren - mitten in der Wirtschaftskrise; auf einem umkämpften Print-Markt, wo sich zwei seit Jahrzehnten eingeführte Stadtmagazine Konkurrenz machen. Alle 14 Tage und mit dickem Programmteil erscheinen Tip (verkaufte Auflage 47300) und Zitty (44600).

Da lässt der Raketenstart eher an ein Himmelfahrtskommando denken - zumal Berlin-Block keinen großen Verlag im Rücken hat. Man bietet nur einen abgespeckten Kulturkalender, doch ist der Verkaufspreis höher als bei der Konkurrenz. Die Berlin-Block-Chefredakteure Heike Gläser und Michael Pöppl wollen sich "antizyklisch" verhalten, auch "war in Berlin schon immer Krise", sagt Gläser. Pöppl ist überzeugt, dass es genug Lesepublikum gibt, das "Entschleunigung" wünscht und lange Artikel und opulente Fotostrecken schätzt. Beide Block-Macher haben Erfahrung im Stadtmagazin-Genre, sie haben als Redakteure bei Zitty gearbeitet.

Sie wollen mehr Kulturmagazin als Programmheft sein, ohne Terminhetze und Trend-Manie. Und so haben sie zum Hauptthema der ersten Nummer die Stadtbrachen Berlins gemacht: die Metropole als Leerstelle. Eine sehr ausgeruhte Geschichte feiert die Stadt als Steppe, mit Fotos ohne Menschen. Ob sich der Mut zum Gegenprogramm auszahlen wird? Ein bisschen mehr zischen und krachen dürfte es schon.

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