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BLOGOSPHäRE

Köhlers Auflösung

In Blogs wird spekuliert, wie die Ansprache des Bundespräsidenten wohl ausgesehen hätte, wenn nicht die Öffentlich-Rechtlichen, sondern ein Privatsender sie ausstrahlen würde.

Von MARIO SIXTUS

Horst Köhler liebt es kurz und knapp: "Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich habe heute den 15. Deutschen Bundestag aufgelöst und Neuwahlen für den 18. September angesetzt." Präziser kann man es nicht auf den Punkt bringen. Steffen Nork spekuliert darüber, wie die Ansprache des Bundespräsidenten wohl aussähe, wenn nicht die Öffentlich-Rechtlichen, sondern ein Privatsender sie ausstrahlen würde.

Natürlich hieße die Sendung dann nicht mehr "Brennpunkt", sondern hätte einen packenderen Titel, etwa "German Election - Die Entscheidung". Außerdem: "Die komplette Sendung wäre gespickt gewesen mit flachen Witzen, Interviews mit dem ,Mann auf der Straße', wobei sie zig Leute gezeigt hätten, die gar nicht wissen, dass Horst Köhler momentan Bundespräsident ist, außerdem lauter B- und C-Promis, die erst recht keine Ahnung gehabt hätten. Dazu Wiederholungen von Sarah Connors Ausrutscher ,Brüh im Lichte', usw."

Das wichtigste Element aber, überlegt Nork, wäre natürlich Televoting: "Wie, glauben Sie, wird der Bundespräsident entscheiden? Rufen Sie an, Ihre Meinung interessiert uns!"

Auch auf die Ätzpostille hat die präsidiale Deklamation offensichtlich eine phantasieanregende Wirkung gehabt.

Sie fabuliert: "So löste der Bundespräsident bei dieser Gelegenheit gleich die ARD mit auf. Er begründete dies mit dem Kommentar: ,Wenn ich schon einmal dran bin, dann will ich gleich klar Schiff machen. Dieser korrupte Haufen gehörte schon lange abgeschafft!'. Doch damit nicht genug, verkündete Köhler weitere Auflösungen, unter anderem von Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 (,aufgeblasene Möchtegern-Bayern'), der Volkswagen AG (,wegen der Edelhuren und Lustreisen') sowie der Pop-Gruppe Modern Talking (,wie, die haben sich selber schon aufgelöst?')."

Harry Potters Geheimnisse

Apropos Fabulieren: Der neue Harry Potter ist da. Zwar zunächst nur in englischer Sprache, das hält aber viele Blogger nicht von einer ersten Rezension ab. Die rechte Begeisterung will sich dabei offenbar nicht einstellen: "Kann man lesen, muss man nicht", findet Daniel vom Uferlog, auch Nicole Simon (beissholz.de) nörgelt: "Zu schnell, zu huschig, wird durch die Zeit des Schuljahres gegangen, konzentriert auf ein paar Momentaufnahmen, die aufgebläht werden."

Thorte (ameisendorf.de) verlinkt derweil lieber einen amüsanten Videoschnipsel, der einen schelmischen Zeitgenossen aus Dallas dabei zeigt, wie er an einer Schlange Harry-Potter-Jünger vorbeifährt und ihnen hinterhältig das Ende des Buches zuruft. Thorte warnt: "Aber dreht den Lautsprecher nicht so weit auf, überall sind Harry-Potter-Leser, und die sind in dieser Hinsicht vollkommen humorbefreit."

Bei IT&W (industrial-technology-and-witchcraft.de) geht man mit Freunden des Zauberlehrlings weniger zartfühlend um. Majo möchte sich wenigstens einmal wie Wolfgang Neuss fühlen, als der seinerzeit das Ende des Fernsehkrimis "Das Halstuch" verriet. Ohne Vorwarnung enthüllt er: "Dumbledore stirbt, Severus Snape ist der Halbblut-Prinz, und Harry geht mit Ginny." Oups! Steht an vielen Stellen im Netz - und jetzt auch noch in der Zeitung. Tschuldigung…

Serie: Blogosphäre

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