Filmkongress in Köln

Das Kino bleibt

Im Kino hat die Krise keine Chance - die Filmbranche blickt auf ihrem Fachkongress in Köln optimistisch in die Zukunft. Und Tom Tykwer lässt wissen, dass Filmemachen in Deutschland einfacher ist als anderswo.

Köln. Mit einem positiven und optimistischen Fazit ist der Internationale Filmkongress in Köln zu Ende gegangen. Die Finanzkrise wirke sich kaum auf die Filmbranche aus, hieß es sowohl von Produzenten- wie auch von Finanziererseite.

"Der Medienbranche geht es jetzt ausnahmsweise einmal besser als dem Rest", sagte Andreas Brey, Medienfinanzierungsexperte und Mitdiskutant zum Thema "Kredite trotz Krise" am Dienstag. Der Filmkongress, in diesem Jahr unter dem Motto "Krise kommt - Kino bleibt?", fand im Rahmen des Medienforums NRW statt und präsentierte aktuelle Kinoproduktionen sowie Diskussionen zum internationalen Filmmarkt.

"Die Krise schlägt im Kino nicht zu", sagte auch Michael Schmid- Ospach, Geschäftsführer der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen, die den Kongress jährlich ausrichtet. "Trotzdem muss sich die Branche gegen Seiten- und Gegenwind wappnen". Sie müsse die Prozesse selbst steuern, "nicht larmoyant nach der Hilfe des Staates rufen."

Vor allem Kooperationen, Know-How und Verantwortungsbewusstsein müssten dabei gestärkt werden. "An Kreativität mangelt es zum Glück nicht." Internationale Zusammenarbeit bringe Synergieeffekte, sagte der deutsche und international bekannte Regisseur Tom Tykwer ("Lola rennt", "Heaven") auf einem Diskussionsforum am Montag. Er meinte aber auch kritisch: "In anderen Ländern ist es schwieriger als bei uns, Filme zu drehen". Er würde deutschen Filmemachern vor allem nicht raten, nach Amerika zu gehen, sagte Tykwer. Europäische Koproduktionen wurden dagegen von vielen Seiten als positiv bewertet.

Neben Finanzierungs- und Realisierungsmöglichkeiten von deutschen Filmen auf internationalem Boden, ging es auf dem Kongress um das Verhältnis zwischen Drehbuchautoren mit ihren kreativen Ideen und dem Quotendruck durch Senderanstalten. Zudem wurde die Frage diskutiert, mit welchen Strategien das Kinopublikum langfristig angesprochen und gehalten werden kann. (dpa)

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