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Ein wahres Multitalent: Dieser Kaffeeautomat an der Uni Bremen kann nicht nur Kaffee kochen, sondern auch sprechen und Auskünfte geben.
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Ein wahres Multitalent: Dieser Kaffeeautomat an der Uni Bremen kann nicht nur Kaffee kochen, sondern auch sprechen und Auskünfte geben.

Wissenschaft

Kaffeeautomat gibt Auskünfte

Er kann nicht nur acht verschiedene Sorten Kaffee servieren, sondern auch sprechen. Wissenschaftler und Studenten an der Universität Bremen haben einen redenden Kaffeeautomaten entwickelt.

Bremen. Er kann nicht nur acht verschiedene Sorten Kaffee servieren, sondern auch sprechen. Wissenschaftler und Studenten an der Universität Bremen haben einen redenden Kaffeeautomaten entwickelt.

Der Kaffeeautomat begrüßt seine Kunden und kann ihnen auf Nachfrage sein Angebot aufzählen - fast wie ein echter Kellner. "Wir haben die Maschine so programmiert, dass sie die entsprechenden Vokabeln und die Grammatik erkennt", erklärte die Informatikerin Hui Shi vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Der Automat kennt außerdem die Telefonnummern der Mitarbeiter am Institut, weist Gästen den Weg zu den Büros oder weiß, wann die nächste Straßenbahn an der Uni abfährt.

Studenten hatten den Prototyp des sprechenden Automaten vor einigen Jahren während eines Projekts entworfen. Danach entwickelten die Institutsmitarbeiter ihn weiter. An seiner Vorderseite ist ein Mikrofon befestigt, über das der Automat die Fragen der Kaffeetrinker "hören" kann. Eine Software wandelt die Sprachsignale dann in die entsprechenden Befehle um - Extra-Wünsche inbegriffen. "Man kann sich zum Beispiel geschäumte Milch wünschen", sagte Shi. Voraussetzung ist allerdings, dass die Bestellung relativ einfache Wörter enthält. "Die Spracherkennung ist bisher nur rudimentär. Es kann sein, dass man die Sätze anders formulieren muss." Auch wenn es um ihn laut wird, macht der Automat Probleme: Dann kann er die wichtigen von den unwichtigen Signalen nicht mehr unterscheiden.

Ein Student arbeitet zurzeit daran, dass das Gerät auch Gesichter erkennen kann. Das hätte den Vorteil, dass die Maschine seine Kunden persönlich ansprechen und deren Vorlieben speichern kann. "Die Gesichtserkennung ist noch im Anfangsstadium. Es wird noch einige Jahre dauern, bis es so weit ist", betonte Shi. Trotzdem: Erste Interessenten an der sprechenden Kaffeemaschine gibt es nach Angaben von Shi schon. Künftig könnte der Automat zum Beispiel in Hotellobbys, Flughäfen oder öffentlichen Gebäuden als kaffeekochendes Infoterminal zum Einsatz kommen.    (dpa)

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz: www.dfki.de

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