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TIMES MAGER

Kätzisch

  • Sylvia Staude
    vonSylvia Staude
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Sollten wir Menschen darauf gefasst sein, dass Tiere, zum Beispiel Cat Lawyer, sich in unser Internet schleichen und so tun, als wären sie wir?

Was ist in Texas los? Gerade mussten sich Texaner und Texanerinnen in ihren Ranches einschließen, die Vorhänge zuziehen, das Licht löschen, als sei niemand zu Hause. Außerdem still wie die Mäuschen warten, bis die Texas Rangers Mörderpuppe Chucky dingfest gemacht hatten. Das heißt, eigentlich nur, bis es Entwarnung gab, denn der Chucky-Alarm des Ministeriums für öffentliche Sicherheit war ein dreimal falscher Alarm: Zwar, hieß es später, habe die Puppe bei ihren Wanderungen durch den schönen Staat von Texas ein Messer dabei, dieses aber nur zum Schneiden des blutigen Steaks, das sie sich jeden Abend ausdrucke.

Sie haben richtig gelesen: Die Welt feiert das erste Steak, das aus einem Drucker kam und für das kein Tier sterben musste. Die Aufnahme des Analogfleisches mit Druckertinte „Signalrot“, beziehungsweise des Zellhaufens mit Theaterblut legt nahe, dass man sich besonders bei den lebensechten Flachsen größte Mühe gab. Leider wurde nicht gemeldet, ob irgendjemand außer einer Horrorfilm-Puppe namens Chucky das essen mochte.

Es geschah dieser Tage ebenfalls in Texas, dass ein Anwalt gelassen sprach: „Ich bin keine Katze.“ Und: „Ich bin bereit, mit der Verhandlung zu beginnen.“ Aber nun, da könnte ja jeder kommen, der ganz klar aussieht wie eine Katze und behaupten, ein juristisches Examen abgelegt zu haben. Und dies dadurch zu beweisen versuchen, dass eine Katze ja wohl nicht sprechen könne. Aber weiß man’s? In einer Welt, in der Schweine lernen, Joysticks zu bedienen (an einer US-Uni), in einem Staat, in dem sich Puppen Steaks ausdrucken, sollte man den felinen Ehrgeiz und die kätzische Schläue nicht unterschätzen.

Gut möglich, dass sich, wenn Sie Ihren Mittagsschlaf halten, Ihre Katze vor den Laptop setzt, sich beim Amtsgericht Frankfurt einloggt und mit großen unschuldigen Augen fragt: „Können Sie mich hören, Euer Ehren?“ Um dann, raffiniert wie sie ist, so zu tun, als sei sie ein Mensch, der nicht weiß, wie er den Filter löschen soll, der ihn zur Katze macht. Um dann die Verteidigung des Hundefängers oder der Mäusezüchterin zu übernehmen.

Das Times mager überlegt, ob es nicht hin und wieder einen Filter vorschalten soll. Um Sie, liebe Leserin, lieber Leser, ein wenig aufzuheitern. Mal könnte es wie ein Mäuschen auftreten, und allenfalls wird der graue Rüssel es verraten. Mal wird es sagen „Ich bin keine Katze“, aber am Ende können Sie nicht sicher sein. Und vielleicht verbirgt sich hinter diesem Text ja auch ein intelligenter Drucker, der umschalten kann zwischen falschen Steaks und blutigen Glossen.

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