Pressefreiheit

Journalistenmorde werden oft nicht aufgeklärt

In zahlreichen Ländern der Welt bleiben Morde an Journalisten unaufgeklärt. Die Mehrheit der Länder sind Demokratien, die nicht in Konflikte verwickelt waren. An der Spitze liegt aber der Irak.

New York (dpa) - In zahlreichen Ländern der Welt bleiben Morde an Journalisten unaufgeklärt. Wie das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) am Mittwoch in New York mitteilte, steht der Irak mit 79 unaufgeklärten Fällen an der Spitze der Negativliste, gefolgt von den Philippinen (24), Kolumbien (20) und Russland (14).

Insgesamt gab es dem Bericht zufolge weltweit 13 Länder, in denen während der vergangenen zehn Jahr fünf oder mehr Journalisten ermordet wurden, ohne dass die Täter zur Rechenschaft gezogen wurden. Die Mehrheit der Länder sind Demokratien, die nicht in Konflikte verwickelt waren.

Aus Anlass des internationalen Tags der Pressefreiheit an diesem Samstag rief UN-Generalsekretär Ban Ki Moon dazu auf, Anschläge auf Journalisten nachdrücklich zu verfolgen und entschieden zu bestrafen. "Freie, sichere und unabhängige Medien sind eine der Grundlagen für Frieden und Demokratie", sagte Ban. Er sei besorgt, dass Journalisten rund um die Welt zunehmend Ziel von Anschlägen würden.

Besonders gefährdet sind dem Bericht zufolge Reporter in Südasien. Mit Sri Lanka, Afghanistan, Nepal, Bangladesch, Pakistan und Indien stellt diese Region fast die Hälfte der 13 Länder auf der Negativliste. Selbst in Konfliktländern wie dem Irak sterbe die große Mehrheit der Journalisten nicht im Kreuzfeuer der verfeindeten Parteien, sondern werde Opfer von Anschlägen, so der Bericht. "Die Regierungen auf dieser Liste müssen einfach mehr tun, um ihre Verpflichtung auf die Pressefreiheit wirklich zu beweisen", sagte der geschäftsführende Direktor des Komitees, Joel Simon.

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