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Eine Ausstellung zum 80-jährigen Jubiläum der so genannten Lateranverträge ist derzeit in Rom zu bewundern.

Museumsrundgang

80 Jahre Vatikanstaat

Zum Jubiläum gibt es eine große Ausstellung zur Geschichte des Vatikans. Zu sehen gibt es Münzen, Fotos, wertvolle Priestergewänder, Modelle der Vatikanstadt und ein älteres Modell des "Papamobils".

Rom. Eine Ausstellung zum 80-jährigen Jubiläum der so genannten Lateranverträge ist derzeit in Rom zu bewundern. In den Verträgen vom 11. Februar 1929 wurde der - bis heute so bestehende - geografische und politische Status des Vatikan festgelegt.

Beschlossen wurde das Abkommen über die Souveränität zwischen dem damaligen "Duce", Benito Mussolini, und Papst Pius XI. Neben dem bisher nie öffentlich gezeigtem Original des Vertrages finden sich in der Ausstellung im "Braccio di Carlo Magno" am Petersplatz weitere wichtige Zeitdokumente zur Geschichte des Vatikans: Münzen, Fotos, wertvolle Priestergewänder, Modelle der Vatikanstadt sowie auch das Papstauto - das "Papamobil" von damals: Ein goldbesetzter Citroen Lictoria, ausgestattet mit einem purpurfarbenen Thron.

Die Ausstellung "1929-2009 - 80 Jahre Staat der Vatikanstadt" ist bis zum 10 März geöffnet.

www.vaticanstate.va

Montmartre zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Paris. Sie waren Mutter und Sohn und zeichneten Stadtansichten von Paris, vor allem vom Künstlerviertel Montmartre. Unter dem Titel "Suzanne Valadon - Maurice Utrillo: Am Wendepunkt des Jahrhunderts auf dem Montmartre" zeigt die Pariser Pinakothek rund 150 Werke dieser beiden Künstler. Die meisten Arbeiten stammen von Maurice Utrillo (1883-1955), dessen menschenleere Straßen zunächst stark vom Spätimpressionismus beeinflusst waren, bevor er zu einem eigenen, farblich lebhaften Stil fand.

Seine Mutter (1865-1938) machte sich durch ihre Malerei mit leuchtenden Farben im Stil Henri Matisse einen Namen. Die Ausstellung, die am Freitag (27.2.) beginnt, dauert bis zum 15. September.

www.pinacotheque.com

Werke der Brasilianerin Tarsila do Amaral in Madrid

Madrid- Eine der bislang größten Ausstellungen mit Werken der brasilianischen Künstlerin Tarsila do Amaral (1886-1973) in Europa ist derzeit in der Madrider Juan-March-Stiftung zu sehen.

Gezeigt werden rund 100 Bilder, darunter Meisterwerke wie "A Negra" (Die Schwarze/1923) oder "Antropofagia" (Kannibalismus/1929). Amaral, die einige Jahre mit dem Dichter Oswald de Andrade verheiratet war, gilt als eine der wichtigsten Figuren der lateinamerikanischen Avantgarde.

Sie begründete auch die "Antropophagie-Bewegung" mit, die sich kritisch mit dem in Europa vorherrschenden Bild lateinamerikanischer Kulturen auseinandersetzte. Die Ausstellung läuft bis zum 3. Mai.

www.march.es

"BMW Art Cars" auf Weltreise

New York. Vier BMW-Sportwagen, die von den Künstlern Andy Warhol, Frank Stella, Roy Lichtenstein und Robert Rauschenberg für den Münchner Auto-Hersteller gestaltet wurden, werden im Rahmen ihrer weltweiten Museumsreise erstmals in den USA präsentiert. Nach dem Los Angeles County Museum of Art (Lacma) ist der New Yorker Grand Central Terminal die zweite Station; im Anschluss geht es in drei Städte in Mexiko.

Videoaufnahmen von der Anfertigung der Autos und von Interviews mit den Künstlern begleiten die Schau. Seit 1975 haben 16 Künstler schnelle Autos mit ihren Werken geschmückt. Den jüngsten Beitrag lieferte der dänisch-isländische Künstlers Olafur Eliasson, der im vergangenen Jahr einen Rennwagen mit Wasserstoffantrieb in einem Kühlraum mit einer filigranen Eishaut überzog. (dpa)

www.lacma.org

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