Vodafone/T-Mobile

iPhone-Streit wird Donnerstag vor Gericht behandelt

Vodafone will mit der Anrufung des Gerichts klären lassen, ob das für den deutschen Mobilfunkmarkt neue Vertriebsmodell von T-Mobile rechtens ist.

Hamburg (ddp.djn). Im Rechtsstreit um den bisherigen Vertrieb des Designhandys iPhone bei T-Mobile hat das Landgericht Hamburg für kommenden Donnerstag eine mündliche Verhandlung anberaumt.

Auf deren Grundlage werde es über die Rechtmäßigkeit der vom Konkurrenten Vodafone erwirkten einstweiligen Verfügung entscheiden, teilte das Gericht am Freitag mit.

Vodafone hat der Tochter der Deutschen Telekom verbieten lassen, das Handy weiter nur mit einem Zweijahrestarifvertrag und einer Sperre zur Verwendung in anderen Mobilfunknetzen anzubieten. Als Reaktion darauf vertreibt T-Mobile das Multimediagerät von Apple gegen einen hohen Aufpreis vorerst auch ohne diese Auflagen.

Der Verhandlungstermin konnte anberaumt werden, weil T-Mobile inzwischen Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung einlegte. Eine Gerichtssprecherin wollte auf Anfrage nicht ausschließen, dass ein Urteil noch am Verhandlungstag selbst ergehen könnte. Es sei aber genauso gut auch unmittelbar im Anschluss oder aber erst einige Zeit später möglich, sagte sie zu Dow Jones Newswires.

Vodafone will mit der Anrufung des Gerichts klären lassen, ob das für den deutschen Mobilfunkmarkt neue Vertriebsmodell von T-Mobile rechtens ist. Der größte deutsche Netzbetreiber hatte das iPhone zunächst zum Preis von 399 Euro nur in Verbindung mit drei jeweils über zwei Jahre laufenden Monatstarifen und der Netzsperre angeboten.

Seit Mittwoch wird es bis zur endgültigen rechtlichen Klärung für 999 Euro auch ohne SIM-Lock und Vertragsbindung vertrieben.

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