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Jeder dritte Jugendliche berichtet, dass er Opfer von Hänseleien und Angriffen im Netz geworden ist.
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Jeder dritte Jugendliche berichtet, dass er Opfer von Hänseleien und Angriffen im Netz geworden ist.

Studie

Internet-Mobbing setzt Jugendlichen zu

Was normalerweise auf dem Schulhof stattfindet, ist im Internet ein umso größeres Problem: Studien zeigen auf, dass Jeder dritte Jugendliche Opfer von Hänseleien und Angriffen aus dem Netz wird.

Münster. Mobbing im Internet nimmt nach Einschätzung einer Psychologin vor allem unter jungen Leuten dramatische Ausmaße an. Jeder dritte Jugendliche berichtet laut Studien, dass er im vergangenen Vierteljahr Opfer von Hänseleien und Angriffen im Netz geworden ist.

"Was normalerweise auf dem Schulhof stattfindet, wird im Chat weitergeführt. Da gibt es leider sehr unschöne Möglichkeiten", sagte Stephanie Pieschl, Psychologie-Dozentin an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, der Deutschen Presse- Agentur dpa.

Betroffen vom sogenannten "Cyberbullying" seien vor allem Kinder und Jugendliche. "Gerade das Phänomen des Mobbings findet in den Schulen statt. Genauso ist es auch beim Cyberbullying", sagte die Psychologin und Pädagogin. "Es gibt Fälle, in denen Jugendliche nur fiese SMS schreiben. Der größte Teil findet aber in sozialen Netzwerken wie schülerVZ statt", erläuterte die Expertin. Durch die Anonymität des Internets seien Mobbing-Attacken für die Täter einfacher geworden. "Es lässt sich sehr selten nachweisen. Die Hemmschwelle aktiv zu werden, ist daher geringer."

Besonders schwer sei es für betroffene Kinder und Jugendliche aber, anderen von den virtuellen Angriffen zu erzählen. "Viele haben Angst, dass die Eltern ihnen dann das Internet verbieten", berichtete die Psychologin. Ein generelles Verbot lehnt Pieschl jedoch ab: "Eine ganz strenge Kontrolle ist sicher nicht wünschenswert." Stattdessen schlägt die Pädagogin Eltern vor, mit Kindern über das Thema zu reden und schon vorab Unterstützung im Mobbing-Fall zu versprechen.

"In schlimmen Fällen ist es dann wichtig, Beweise zu sichern", so die Expertin. Betroffenen rät Pieschl daher, Fotos vom Bildschirm zu machen und SMS-Nachrichten aufzubewahren, um die Mobbing-Attacken belegen zu können. "Außerdem hat man auch im Internet das Recht am eigenen Bild und kann das einfordern."

Die Psychologin sprach sich vor allem für bessere Aufklärung in Schulen aus. Neuen gesetzlichen Regelungen stehe sie kritisch gegenüber: "Wir werden Kinder und Jugendliche auch mit rechtlichen Maßnahmen nicht daran hindern können, das Internet für Mobbing- Attacken zu nutzen. Das funktioniert nicht." (dpa)

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