Gefragt, wie seine immer wieder überraschenden Stilveränderungen und -brüche zu erklären seien, meinte der in Köln lebende Künstler: "Es ist lusterzeugend, etwas Neues auszuprobieren.
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Gefragt, wie seine immer wieder überraschenden Stilveränderungen und -brüche zu erklären seien, meinte der in Köln lebende Künstler: "Es ist lusterzeugend, etwas Neues auszuprobieren.

Albertina

Große Gerhard-Richter-Schau in Wien

Ihren besonderen Reiz erhält die Ausstellung durch die Papierbilder Richters, die überwiegend in den 1990er Jahren entstanden. Richter zählt zu den erfolgreichsten deutschen Malern der Gegenwart.

Wien. Die bisher vermutlich umfangreichste Retrospektive des Werks von Gerhard Richter (76) ist in Wien zu sehen. Etwa 160 Bilder des erfolgreichsten deutschen Malers der Gegenwart hat Klaus Albrecht Schröder, Direktor des Museums Albertina, für die Werkschau vereint.

Dazu gehören 70 Gemälde und etwa 100 Aquarelle und Zeichnungen, die bisher in dieser Zusammenstellung noch nie zu sehen waren. Wie Schröder bei der Eröffnung betonte, ist die Ausstellung (bis 3. Mai) Teil des Bemühens der Albertina, deutsche Künstler der Gegenwart in Österreichs renommiertestem Kunstmuseum zu zeigen.

Die meisten der Gemälde - darunter die großflächigen, zum Teil verwischten, fotorealistischen Bilder Richters aus den 1960er und 1970er Jahren - stammen aus Privatsammlungen und waren vor einem Jahr bereits im Museum Frieder Burda in Baden-Baden zu sehen.

Ihren besonderen Reiz erhält die Retrospektive jedoch durch die Einbeziehung der Papierbilder Richters, die überwiegend in den 1990er Jahren entstanden. Zuletzt waren Bilder Richters vor 20 Jahren in der Donaumetropole zu sehen gewesen.

Richters Bilder haben in den vergangenen Jahren auf dem internationalen Kunstmarkt Rekordpreise erzielt. Zuletzt wurden für eines seiner Gemälde bei einer Auktion in New York umgerechnet über zehn Millionen Euro bezahlt.

In Wien war Richter, der als öffentlichkeitsscheu gilt, zur Eröffnung der Retrospektive selbst erschienen. Gefragt, wie seine immer wieder überraschenden Stilveränderungen und -brüche zu erklären seien, meinte der in Köln lebende Künstler: "Es ist lusterzeugend, etwas Neues auszuprobieren. (dpa)

www.albertina.at

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