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Google und Facebook sind wichtige Informationsquellen für viele Deutsche.

Studie

Google und Facebook wichtige Informationsquellen

Suchmaschinen wie Google und soziale Netzwerke wie Facebook spielen für die Meinungsbildung eine große Rolle. 23 Millionen Deutsche nutzen solche Angebote täglich, zeigt eine Studie der Landesmedienanstalten.

Suchmaschinen und soziale Netzwerke spielen für die Meinungsbildung eine große Rolle. 23 Millionen Deutsche nutzen solche Angebote täglich, um sich über das Zeitgeschehen zu informieren, wie aus einer am Mittwoch in Berlin vorgestellten Studie der Landesmedienanstalten hervorgeht. Das entspricht 57,3 Prozent der deutschen Internetnutzer.

Für die Studie befragte das Institut Kantar TNS im Auftrag der Landesmedienanstalten mehr als 1800 deutsche Online-Nutzer telefonisch zur Nutzung von sogenannten Intermediären. Dazu zählen Suchmaschinen wie Google, soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter, Instant Messenger wie WhatsApp und Videoportale wie YouTube. Der Studie zufolge sind Suchmaschinen und soziale Netzwerke dabei wesentlich bedeutsamer als Videoportale oder Messenger-Dienste.

Insbesondere die Jüngeren informieren sich demnach über Suchmaschinen, soziale Netzwerke und ähnliche Dienste, um sich über Aktuelles aus Politik und Gesellschaft zu informieren. 72,5 Prozent der 14- bis 29-Jährigen tun dies täglich. Die wichtigste Rolle spielen dabei Google und Facebook, über die sich 49,2 beziehungsweise 39,2 Prozent der jungen Internet-Nutzer täglich informieren.

81,8 Prozent nutzen täglich Suchmaschinen

In der Altersgruppe der 30-49-Jährigen informieren sich 57,7 Prozent der Internetnutzer in den intermediären Angeboten, bei den über 50-Jährigen sind es immerhin noch 41,3 Prozent. Insgesamt nutzen der Studie zufolge 95,5 Prozent der deutschen Internetnutzer täglich mindestens einen Intermediär - ob zur Unterhaltung, Information oder privaten Kommunikation. 81,8 Prozent besuchen täglich Suchmaschinen und 75,8 Prozent nutzen Instant Messenger. Soziale Netzwerke besuchen 53,0 Prozent der deutschen Onliner täglich, auf Videoportalen surfen 43,7 Prozent.

Die Bedeutung von sozialen Netzwerken für die Meinungsbildung wird aktuell vor allem vor dem Hintergrund von Falschmeldungen diskutiert, die sich immer wieder beispielsweise über Facebook und Twitter verbreiten. Oft stecken hinter solchen Falschmeldungen sogenannte Social Bots, automatisch gesteuerte Fake-Accounts. (epd)

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