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Bereits in der dritten Ausgabe von "Grand Theft Auto"  konnten Spieler virtuell aus dem Alttag ausbrechen.
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Bereits in der dritten Ausgabe von "Grand Theft Auto" konnten Spieler virtuell aus dem Alttag ausbrechen.

Games

Gewohnt rasant und anstößig

Mit 24 neuen Episoden und mehr als zehn Stunden Spielzeit ist "The Lost & Damned" mehr als eine Erweiterung von Grand Theft Auto IV. Es lockt ein komplett neues Setting.

Von STEFFEN HAUBNER

Man kommt bei einem Spiel von Rockstar Games nicht umhin, auch über die Entwickler nachzudenken. Denn es ist und bleibt ein Phänomen, wie es die Firma immer wieder schafft, sich selbst und ihre Produkte neu zu erfinden.

Man möchte meinen, dass den Schöpfern von Spielen wie "Midnight Club" (illegale Autorennen), "The Warriors" (Straßengangs) und "Canis Canem Edit" (Halbwüchsigen-Aufstand im Internat) irgendwann das politisch unkorrekte Material ausgehen würde.

Stattdessen legt das im schottischen Dundee ansässige Studio Rockstar North bereits wenige Monate nach dem fulminanten und von den meisten Game-Kritikern umjubelten, von Jugendschützern eher beargwöhnten "Grand Theft Auto IV" ungebremst nach: Das für Microsofts Xbox-360-Konsole erschienene Actionspiel "The Lost & Damned" ist zwar zunächst nur eine Erweiterung zum Hauptprogramm.

Doch mit 24 neuen Episoden, mehr als zehn Stunden Spielzeit und neuen Mehrspielermodi liefern die Macher zum Preis von knapp 20 Euro hier fast schon ein vollwertiges Spiel.

Schauplatz ist abermals die fiktive US-Metropole Liberty

Ganz nebenbei schüttelt Rockstar dafür mal eben ein komplett neues Setting aus dem Ärmel. Schauplatz ist abermals die fiktive US-Metropole Liberty City, nur dass der Spieler diesmal statt auf vier auf zwei Rädern unterwegs ist: Als Vizepräsident einer Motorradgang muss man sich mit den fragwürdigen Entscheidungen des nach seiner Rückkehr aus einer Entzugsklinik völlig aus dem Ruder gelaufenen Bandenchefs herumschlagen. Womit die Handlung folgerichtig in hemmungslosen Rennen durch den Feierabendverkehr gipfelt.

Nicht weniger erwarten natürlich die zahlreichen Anhänger eines der erfolgreichsten Konsolenspiele der vergangenen Jahre. 1997 gestartet, wurde die "Grand Theft Auto"-Serie inhaltlich wie technisch schnell zum Trendsetter - zum Schrecken von Pädagogen und Politikern vor allem in den USA.

Sie kritisieren, dass die Autoknacker-Serie gewaltverherrlichend und latent rassistisch sei. Damit sie in Deutschland nicht für Jugendliche unter 18 verboten wird, entfernten die Macher für den hiesigen Markt einige umstrittene Inhalte.

Reizvoll ist für viele der politisch unkorrekte Humor

Für erwachsene Spieler hingegen macht gerade der politisch unkorrekte Humor einen Reiz der Serie aus. Freilich nicht den einzigen: Vor allem, seit der dritte Teil vor knapp acht Jahren in die dritte Dimension wechselte: Erstmals konnte der Spieler weitgehend (auf PC und Playstation-2) auch außerhalb des Parcours durch die fiktive Metropole Liberty City streunen.

Wer nun aber dachte, das Personal des "Grand Theft"-Hauptspiels sei schon ein wilder Haufen - der kannte Johnny Klebitz noch nicht: Der "Lost & Damned"-Held und seine Crew vereinen alles, was man sich als unbescholtener Normalbürger unter einer brandgefährlichen Motorradgang vorstellt. Und darum geht es ja vor allem in den Spielen aus dem Hause Rockstar: In Milieus abzutauchen, in die man im wahren Leben nicht einmal seinen großen Zeh setzen würde.

Die Macher des Bestsellers "Grand Theft Auto" bleiben mit "The Lost & Damned" ihrem Erfolgsrezept treu.

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