Jimi Hendrix auf Fehmarn, bei seinem letzten Festivalauftritt, zwölf Tage vor seinem Tod.
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Jimi Hendrix auf Fehmarn, bei seinem letzten Festivalauftritt, zwölf Tage vor seinem Tod.

Popkultur und Gesellschaft

„Love & Peace“-Festival auf Fehmarn: Jimi Hendrix konnte auch nichts mehr retten

  • Christian Thomas
    vonChristian Thomas
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Anfang September 1970 hieß es auf Fehmarn „Love & Peace“: Das Popfestival, auf dem auch Jimi Hendrix spielte, wurde zu einem Fiasko.

Ob es eigentlich dazugehöre? So dürfte der Satz gelautet haben, sein Standardsatz, nicht vergessen, und geschickter formuliert als die Frage, ob es normal sei. Doch was wollte Riedmüller mit seiner Frage erreichen? Außer Protest! Also hingen wir über der Schulbank, kauernd. Und wahrscheinlich auch lauernd, na? Wie würde Riedmüller reagieren, als Lehrer auf die beiden, die gestern noch geglänzt hatten durch Abwesenheit. Noch ein Standardspruch, Standardsarkasmus eines Lehrers, zugleich Ausdruck pädagogischer Ohnmacht.

Gestern waren sie noch unterwegs gewesen, auf dem Daumen, so hieß das. Also auf dem Daumen zurück nach Dortmund. Um es zu zeigen, hielten Timmermann und Windhorst jeweils einen ihrer Daumen hoch, so halb nach hinten, Richtung Rücken. Timmermann und Windhorst drehten sich halb um, über die Schulter, aber hinter ihnen, in Richtung Daumen, war nur leerer Raum. Die Obertertia lachte.

Jimi Hendrix stirbt mit 27 Jahren

So dürfte es gewesen sein – who knows? So könnte die Rückkehr der beiden Fehmarnfahrer Timmermann und Windhorst ausgesehen haben. Sie waren vielleicht nicht die Cleversten in der OIIId, aber sie dealten mit Platten, auch von Hendrix – und sie hatten ernst gemacht, hatten blau gemacht, was sie offen zugaben. Anstatt in der Schule zu sein, waren sie per Anhalter aufgebrochen, von Dortmund bis kurz vor Dänemark, „Love and Peace“ entgegen, unter freiem Himmel, mit einem grünen Armeesack aus dem US-Verkauf, an Fehmarns Flüggerstrand. Heute steht da ein Gedenkstein für Jimi Hendrix.

Wer weiß schon, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass die beiden Frieden sagten, Friede Herr Riedmüller. Nicht zu vergessen Liebe, Herr Riedmüller. Um mit jeweils zwei Fingern so zu machen: V – „V“ für Victory. Auch der Punkt ging an Timmermann und Windhorst, Wilhelm und Jürgen, an deren Vornamen ich mich erinnere, an deren Gesichter, auch wenn ihre Nachnamen hier wie auch der des Lehrers geändert sind.

V – so muss es gewesen sein: der Wiedereintritt der beiden Fehmarnfahrer in die Klassenatmosphäre. Wie war’s, hat Jimi es den, so hieß es, Krampen sonst so gezeigt? Unübersehbar, wenn man heute im Internet unterwegs ist, dass Hendrix einer schwarzen Luxuslimousine entstiegen war. Die hatte er verlangt, und tatsächlich hatte er einen Mercedes 300 bekommen. Hatte er deswegen in die Kameras ein V gemacht, trotz der Krampen um ihn herum? Das Gastspiel auf Fehmarn am 6. September 1970 war der letzte Festivalauftritt des Virtuosen. Zwölf Tage später starb Hendrix, 27 Jahre alt, erstickt an seinem Erbrochenen. An einer Überdosis? Who knows, sagten wir uns.

So war es im September 1970. Das Blaumachen gehörte dazu, das V, der Drogentod von „Blind Owl“ Wilson mit 27, dem Leadgitarristen und Sänger von Canned Heat, einen Tag vor dem Festival, das die Band durchstand, in Trance, total zu. Zum September 70 gehörte der Tod von Hendrix, unübersehbar, unvergessen die Schlagzeile der „Bild“ an einem Kiosk. Im Oktober dann der Drogentod von Janis Joplin, mit 27. Die Unruhe im Unterricht stieg, keine friedliche Atmosphäre fortan, vielmehr eine ständig gereizte Stimmung.

Hendrix spielte in Fehmarn

Fehmarn drehte uns auf, um Fehmarn drehte sich unsere Welt, aus Fehmarn bezogen wir unser Weltbild. Wir waren 14, 15, die ältesten kamen in unsere Klasse dazu, da waren sie bereits 16. Und wie war’s so auf Fehmarn? Alles andere als „ingeniös“, wie es, Schörschi hatte ein Schülerabo, in der „Zeit“ hieß. Daraus machten wir urinös, daraus wurde eine Vokabel, die 1970 am Anfang ihrer Karriere durch den Jugendjargon stand. Urinös war vieles, auch auf Fehmarn, auf der doppelt umzäunten Wiese des Bauern, der, ingeniös, Störtebecker hieß. Veteranen werden sich erinnern, dass jedoch nicht nur die katastrophalen Toilettenbedingungen urinös waren.

Tausende Besucher waren erwartet worden, die Veranstalter, Greenhorns im Musikbusiness, hatten sich, wie von Sinnen, finanziell verausgabt, auch wegen irrsinniger Gagen, allein 70 000 Mark für Hendrix. Veteranen erzählen vom Roten Kreuz, zuständig für warme Mahlzeiten. Veteranen erzählen noch lebhafter von Beate Uhse, die auf dem Festivalgelände von einem Lastwagen herunter Kondome verteilt haben soll, mit vollen Händen, in ausgestreckte, empfängnisbereite Hände. Es gibt im Internet nicht nur einen Filmschnipsel, der die Szene zeigt.

Veteranen erzählen viel, erzählen, dass die Liebe wegen der Kälte und der Nässe zurückstehen musste. Auch gibt es das Statement, in dem die gereifte Uhse erzählt, es seien Streichholzbriefchen gewesen, die sie unter die Begierigen verteilt habe, versehen mit ihrem Versandhauslogo. Keine Einwegware somit, sondern Werbegeschenke, eine geschickte Investition, um von den 200 000 Mark, von Uhse als Darlehen vorgestreckt, etwas wiederzusehen. Für die Fehmarnveteranin Uhse wurde es ein Geschäft, ein glänzender Deal. Ebenso, woran sich viele Veteranen nur mit Unmut erinnern, für den Eiermann, der seine 100 000 Eier zu Schleuderpreisen verkaufte, drei für eine Mark.

Fehmarn und die Veteranen. Nicht so gerne erinnern sich einige daran, woher sie ihre Erinnerungsposter bezogen, von einem eigens aufgestellten Stand der „Bild“ nämlich - namentlich verantwortlich für die Hetze eben gegen sie, gegen „Gammler“. „Langhaarige“, und „Hippies“. Ganz bestimmt aber fällt in diesen Tagen am Lagerfeuerchen der Satz: Aufgepasst, mal folgendes! Und so wird erzählt, dass es an den drei Tagen und Nächten nicht nur stundenlang aus Kübeln goss. Dass, wenn Sturm über Fehmarn aufzieht, nun mal Sturm ist, so auch vom 4. bis 6. September 1970 immer wieder. Das hielt nicht davon ab, dass sich bärtige Männer in langen Gewändern wie Menschenfischer durch die Menge bewegten, dass junge Frauen barbusig die Bühne hinauf- und herunterkrabbelten – man kann sich das auf Youtube alles noch einmal anschauen.

Was auf Fehmarn geschah, ließ den Namen der Insel zu einem Synonym für ein Desaster werden. Lasse, so seinerzeit Dieter E. Zimmer im „Zeit“-Feuilleton, die „Zukunft des Pop-Groß-Konzerns recht unsicher aussehen“. Entschieden die Kritik an der rücksichtslosen Kommerzialisierung in einem Genre, das von der Bühne herab und auf Platten die Rebellion pries. Das Festival, von seinen Managern eingestandenermaßen an den Rand eines Sumpfs verlegt, um die illegale Bevölkerung des Festivalgeländes zu erschweren, versumpfte.

Weniger wird überliefert, dass die Bühne falsch aufgestellt war. Dass an mickrigen Holzpfählen wenig durchsetzungsfähige Lautsprecher hingen – gegen den Wind. Wer uriniert schon gegen den Wind, und bei Musik soll das anders sein, wenn Wind ist? Damit das Becken des Drummers von Canned Heat nicht wegflog von der Bühne, musste es ein Roadie festhalten.

Festival auf Fehmarn - ein Fiasko

„The Wind Cries Mary“ – mit dem Hendrixtitel unterlegte der Filmemacher Roman Brodmann das letzte Bild seiner Dokumentation. Es sind ruinöse Bilder, wie schon bei der Kamerafahrt über die Wiese von Woodstock, ein Schlachtfeld ein Jahr zuvor. Ernüchterung bei den Bauern, die bei der Verpachtung auf einen prachtvollen Gewinn spekuliert hatten. Die 5000 Mark reichten nicht annähernd, um die enormen Flurschäden bereinigen zu können.

Dabei hatte es so verheißungsvoll begonnen, mit einer enormen Werbeaktion. In ganz Mitteleuropa und Skandinavien waren zehn Crews in psychedelisch bemalten Kleinbussen unterwegs, um Plakate zu kleben. Aber wie, so dürften wir nach der Rückkehr der Pioniere gefragt haben – wie waren Canned Heat wirklich? Gab es Krampen, wer war kacke? Und wie waren Colosseum? Waren gar nicht erst gekommen, wie ja auch Taste nicht.

Fehmarn ist in die Geschichte der Festivals als Fiasko eingegangen, so kommentiert bereits von Musikkritikern, die das Festival in eine Reihe mit Altamont stellten, wo die Hells Angel gewütet hatten und diese selbsternannten Ordnungskräfte unmittelbar vor der Bühne, während die Rolling Stones spielten, einen Mörder stellten. Die Gewalt auf Fehmarn, exekutiert von aus Hamburg angeheuerten Rockern unter Stahlhelmen der Wehrmacht, veranlasste die „Zeit“, von einer „Manöverkritik“ zu sprechen.

Die TV-Bilanz des Roman Brodmann zeigte, wie die Festivalbesucher wie Geschlagene ein Festivalgelände verließen, nach der Wehrmachtsgeneration nun die Woodstockgeneration, was natürlich polemisch war. Unübertrieben war, wenn Brodmann sagte: „Opfer der Rocker, des Regens und der Raffgier der Idole“. Seit Fehmarn, so halten sich die großen und kleinen Manager des Musikbusiness bei jeder Interviewgelegenheit zugute, sei das Popfestival in einen anderen Aggregatzustand überführt worden: ins gesittete Ereignis.

Der Jimi-Hendrix-Gedenkstein auf Fehmarn.

Fehmarn, was verbanden wir mit dem Ort, eine Utopie? Riedmüller lebte uns stocksteif die starren Konventionen der Wirtschaftswundergeneration vor. Guten Morgen, setzen. Gerade sitzen sei keine Schande. In seiner Gesittetheit ging er ungerecht vor, in seiner Ungerechtigkeit willkürlich, in seiner Willkür hilflos, in seiner Hilflosigkeit zeigte sich was – Resignation? Jimi sang: Wer weiß, wer weiß, was ich weiß, sie wissen es nicht. „Who knows“ im Ohr, glaubten wir an unseren Durchblick, glaubten wir an die Bewusstseinserweiterung wie an ein Eigentum, das nur uns zustand. Riedmüllers Borniertheit erschien uns als Ausdruck eines erbärmlichen Bewusstseins.

Hat Fehmarn das Bewusstsein erweitert? Eine Platte mit dem Stempel Timmermann, dem Fehmarnfahrer für zehn Mark abgekauft, dreht sich heute noch während kostbarer Minuten auf meinem Plattenspieler. Es ist „Band of Gypsys“ von Jimi Hendrix, darauf das ungebärdige, das grandiose „Who Knows“. Timmermann stand zu dem Deal, mit dem er womöglich seinen Drogenkonsum finanzierte. Der Drogendeal im Fahrradkeller unseres Gymnasiums führte 1970 bereits in den Mittelstufen das LSD ein.

Fehmarn, die deutsche Antwort auf Woodstock?

Hat Fehmarn entrückt? War Fehmarn die deutsche Antwort auf Woodstock, ein Jahr zuvor? Fehmarn, im Anschluss an das Festival auf der Isle of Wight, hat polarisiert, in unserer Schule uns Schüler aufgebracht gegen die Lehrer, die Lehrer gegen uns verhärtet. Die Verständigung auf das V war wohl eher ein Riesenmissverständnis. Oder, auch das ein Wort jener Tage, der pure Schrott.

Überhaupt war man hart drauf. Hören wir auf Youtube in den Bericht von Radio Bremen rein. „Scheinbar frei, beugten sich die Jugendlichen dem Terror der Veranstalter. Proteste gegen deren Willkür gab es nicht. Das Bewusstsein der Zuschauer war unpolitisch. Den Meinungen, so kritisch sie Einzelheiten angriffen, fehlte der politische Überbau.“ Eisern begleitete ein Kulturkommissar im DDR-Jargon das Festival, stellte suggestive Fragen nach der Höhe der Gagen und der Verpflegung, verteilte Noten: „Als Individuum war man mit manchem nicht einverstanden, dennoch blieb jeder Festivalteilnehmer passiv. Für Aktivitäten mangelte es an Solidarität, die ein besser entwickeltes politisches Bewusstsein voraussetzt.“ Worauf wollte Radio Bremen hinaus? Die Festivalbesucher „blieben zwar im Bannkreis kapitalistischer Strukturen, konnten sich aber selbstverständlich unkompliziert untereinander arrangieren.“

Ein verständnisvolles Wort dagegen für Gewalttäter: „Mit der Entscheidungsgewalt“, die die Organisatoren Schlägern übertrugen, indem sie sie zu Ordnungskräften promovierten, „genossen die Rocker mehr Rechte, als ihnen unsere Gesellschaft sonst zuweist. Als sie ihren Lohn nicht pünktlich erhielten, zertrümmerten sie das Inventar des Pressezeltes und einer Gaststätte. Diese Handlungsweise ist aus ihrer sozialen Situation zu erklären.“ Auf den Ausnahmezustand folgte in dem Fernsehbericht nicht etwa die Erklärungsnot: „Wenn das mit dem Geld nicht klappen sollte“, sprach der Rockersprecher in die Kamera, „dann steht hier nichts mehr.“ So kam es.

Festivalbesucher wurden von Rockern bedroht

Eine Hypothek der „Love & Peace“-Ära: die Gewalt. In diesem Fall die irrwitzige Übertragung der Exekutive an private Sicherheitskräfte. Die Subkultur, mit ihrem aufbrausenden Misstrauen gegenüber der Polizei, rief allerdings nach den „Bullen“, als die Rocker zupackten. Sich mit angeheuerten persischen Schlägern Schlachten lieferten. Schon an den Eingängen hatten die Vorläufer der Hamburger Hells Angels die Festivalbesucher mit Knüppeln bedroht, verhöhnt, terrorisiert.

Fehmarn wurde zu einem Fetisch des Aufruhrs, den allerdings nicht nur die Rocker so auffassten. Ein Fanal auch für Anarchisten. Also brüllte Rio Reiser, der mit der Vorläuferband von Ton Steine Scherben auf Fehmarn seinen ersten großen Gig hatte, nicht nur die tumbe Anarchomaxime: „Macht kaputt, was euch kaputt macht“. Sondern empfahl im Landser-Jargon, man solle die verantwortungslosen Veranstalter „ungespitzt in den Boden rammen“. Erst brannte das Organisationsbüro, dann die Bühne.

Die DDR-orientierte Indoktrination durch Radio Bremen und der aufputschende Anarchismus eines Rio Reiser standen unter dem nie ausgesprochenen Motto: Mehr Demagogie wagen. Man mag das leugnen, man mag es aggressiv abstreiten, es dürfte dafür Gründe geben, who knows. Markant, wie sachlich der als reaktionär bezeichnete Bayerische Rundfunk berichtete (der Bericht gesprochen von einer unvergesslichen Stimme, dem unvergessenen Otto Sander). Frappant, wie cool die Nordwestzeitung ankündigte, begleitete, bilanzierte.

So debakulös die drei Tage und Nächte in Kälte und Sturm, Sly and the Family Stone lieferten, auch Ginger Baker. Doch Taste lieferten nicht ab, stattdessen die lustigen Mungo Jerry, war es denn zu glauben? Ten Years After lieferten nicht ab, Colosseum nicht, John Mayall nicht, sie alle angekündigt, waren gar nicht erst gekommen. Die Stimmung wurde noch gereizter. Wie schlug sich Rod Stewart, wie die Keef Hartley Band? Ingeniöser Jazzrock oder urinöser? Und wen hätte das Publikum auf einem Schild aus der Schlammwüste getragen? Da Alvin Lee und Rory Gallagher, der eine wie der andere begnadet, nicht aufgetreten waren, konnte es nur einen Giganten geben, Hendrix. Jimi wusste, das Publikum wusste.

Doch auch seinen Auftritt zerfetzte der Wind. Vielleicht deshalb nie ein ingeniöses Fehmarn-Album, nie ein bewegender Dokumentarfilm, bloß buchhalterische Bilanzen. Ungezählt die altbackenen Anekdoten, die verklärenden Histörchen, so what. Bewegt hat uns der Tod von Jimi Hendrix, den uns, ausgerechnet, die „Bild“ übermittelte, während einer Klassenfahrt im Sauerland. Nicht dass wir die Zeitung gekauft hätten, war sie doch dafür bekannt, dass sie gegen „Love & Peace“ hetzte. Damals entstand der Entschluss: niemals auch nur einen Groschen für „Bild“. So aufgebracht wie aufgewühlt verbreiteten wir die grell aufgemachte Todesnachricht in der Jugendherberge, wo es hieß: Jimi tot, erzählt keinen Kot.

Abends installierte im Gemeinschaftsraum der Jugendherberge irgendjemand seinen Plattenspieler, den mitgebrachten „Mister Hit“ von Telefunken. Der Lautsprecher in der Acrylabdeckhaube, die sich aufrichten ließ, musste abwechselnd betreut, nämlich festgehalten werden. Kaum, dass die Anlage aufgedreht wurde, begann die Haube zu tanzen: Kaum, dass die Kinks auf der Metallgitarre ihr Riff anrissen, begann „Lola“ tanzen.

Passend zum Reim in dem Song gab’s aus einem Automaten Cola. Sicher? Ja, bin sicher. Aber nur Cola? Und was geschah um Zehn, war es Punkt 10, 10 nach 10? Hieß es in den wogenden Raum hinein „Zapfenstreich“? Noch bevor das Licht in den Schlafsälen gelöscht wurde, lagen einige mit geschlossenen Augen, aber geweiteten Pupillen in Doppelstockbetten. Victory?

Einige auf unserer Schule haben der Drogen wegen nicht die Versetzung in die Untersekunda geschafft, nicht die Mittlere Reife. Einige auch in Dortmunds Gymnasien starben vor dem 18. Lebensjahr den Drogentod. Riedmüller soll sich das Leben genommen haben, hieß es irgendwann, einige Jahre nach unserem Abitur.

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