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Musk sperrt Kritik bei Twitter

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Von: Thomas Kaspar

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Auch Konkurrent Mastodon geblockt

Twitter wird nach der Übernahme von Elon Musk immer unberechenbarer. Nach übereinstimmenden Angaben von Medien und den Betroffenen hat der Nachrichtendienst am Donnerstagabend ohne Vorwarnung und Begründung mindestens sechs Journalistinnen und Journalisten gesperrt. Blockiert wurden auch die Konten des konkurrierenden Anbieters Mastodon.

Vorausgegangen waren Veröffentlichungen der Angestellten von CNN, „New York Times“ und „Washington Post“ über Elon Musk.

Donie O’Sullivan, Reporter beim Nachrichtensender CNN, erklärte in einem Videobeitrag, dass er über Flugbewegungen von Elon Musks Privatjet recherchiert und darüber auch im Nachrichtendienst Twitter selbst geschrieben hatte. Daraufhin wurde sein Konto ohne Begründung gesperrt. Der TV-Sender CNN veröffentlichte inzwischen eine Bekanntmachung, in der er die Sperrungen als „impulsiv und ungerechtfertigt“ kritisiert. „Twitters Instabilität sollte jedem zu denken geben“, so CNN weiter.

Twitter blockte offensichtlich zeitgleich Ryan Mac von der „New York Times“, Drew Harwell von der „Washington Post“, die freien Journalisten Aaron Rupar und Tony Webster, Donie O’Sullivan von CNN, Matt Binder vom Technik-Magazin „Mashable“, Micah Lee von der Investigativplattform The Intercept und den politischen Kommenator Keith Olbermann. Vorausgegangen war die Sperrung von 25 Accounts am Mittwoch, weil diese die Position von Instittionen und namhaften Persönlichkeiten, darunter Elon Musk, veröffentlicht hatten. Die nun Gesperrten hatten darüber berichtet.

Noch einen Monat zuvor hatte der Milliardär Musk die Nachverfolgung seines Flugzeugs aus offen zugänglichen Daten verteidigt und dies mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung begründet.

In der Folge wurden jedoch weitere Sperrungen bekannt. So hat Twitter auch alle Konten von Konkurrent Mastodon blockiert. Auch der Dienst hatte auf seiner Twitterseite einen Link zu einer Webseite veröffentlicht, auf der die Flugdaten von Elon Musks Privatjet nachverfolgt werden können. Zahlreiche Medien – wie auch die FR – hatten nach der Übernahme von Twitter durch Musk empfohlen, zur dezentral organisierten sozialen Webseite von Mastodon zu wechseln. thk

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