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Merkel und Dialogpartner auf einem Bildschirm.
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Merkel und Dialogpartner auf einem Bildschirm.

Bürgerdialog mit der Kanzlerin

Das nimmt sie mit

  • vonSusanne Lenz
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Beim Bürgerdialog ließ sich Angela Merkel die Sorgen von 14 Künstlerinnen und Künstlern vortragen.

Mütter und Väter hat die Bundeskanzlerin in der Pandemiezeit schon zu einem digitalen Bürgerdialog geladen, auch Azubis und Studierende. Am Dienstag waren es 14 Menschen aus dem Bereich Kultur: Schauspieler, Tänzerinnen, Musikerinnen, Galeristen, Museumsleute, Kinobetreiber aus ganz Deutschland.

Drei Klagen schälten sich bei dem höflich geführten Gespräch heraus: die über den föderalen Flickenteppich, was etwa die Öffnung von Buchhandlungen und Kinos betrifft. „Das versteht kein Mensch mehr“, sagte eine Buchhändlerin aus Germeringen in Bayern. Damit meinte sie auch die wechselnden Bedingungen von Öffnung und Schließung: systemrelevant, dann nicht mehr, Click & Meet ohne Test, mit Test, Click & Collect, jetzt komplett geschlossen. Und Unterstützung nur bei den Betriebskosten, aber nicht beim Lohn. Sie gilt ja als Unternehmerin.

Eine Kinobetreiberin machte darauf aufmerksam, dass ein Verleih keinen Film herausrückt, der nur in zwei, drei Bundesländern starten kann. Alle verlangen eine Perspektive. Angela Merkel versteht den Frust und sagt: „Der Sommer wird nicht wie der Winter.“ Mehr geht gerade nicht.

Laut war die Klage über die ungleiche Behandlung von Soloselbstständigen und angestellten Künstlern. Die einen konnten in Kurzarbeit gehen, sie haben eine Arbeitslosenversicherung, die anderen kriegen Hartz IV, wenn sie nicht das Pech haben, dass ein Jobcenter für sie zuständig ist, das den Kommunen zugeordnet ist. Dort gilt nämlich der auf Bundesebene beschlossene vereinfachte Zugang zu Hartz IV nicht. Sie müssen dann vielleicht an ihre Altersvorsorge gehen.

Alle sorgen sich um die Zukunft. Sorgen sich, dass das Geld, das jetzt ausgegeben wird, später fehlt und in Budgetkürzungen mündet, dem Bereich Kunst auf lange Zeit schadet. Auch dann, wenn die Pandemie längst vorbei ist. „Das nehme ich mit“, sagte Angela Merkel. Zuhören kann sie. Die Hilfen dürften nicht aufhören, wenn die Pandemie vorüber sei. „Ich sage Ihnen zu, dass die Kultur weiterhin eine wichtige Rolle spielen wird.“ Sie sagt das über eine Zeit, in der sie nicht mehr Kanzlerin sein wird.

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