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Die Geburtskirche in Bethlehem ist Weltkulturerbe.
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Die Geburtskirche in Bethlehem ist Weltkulturerbe.

Unesco

Geburtskirche in Bethlehem ist Weltkulturerbe

Die Geburtskirche in Bethlehem zählt von nun an zum Weltkulturerbe. Die Anerkennung ist überraschend, kein Experte hatte eine Empfehlung gegeben.

Die Geburtskirche Jesu Christi und der Pilgerweg in Bethlehem sind als Weltkulturerbe der Unesco anerkannt worden. Das Welterbe-Komitee stimmte am Freitag in St. Petersburg mehrheitlich und überraschend für den Antrag der Palästinenser zur Aufnahme der Stätten in die begehrte Welterbe-Liste. Experten hatten keine Empfehlung für den politischen Antrag gegeben.

Auch Deutschland hatte die Dringlichkeit abgelehnt. Stimmberechtigt waren 21 Mitglieder des Welterbe-Komitees. Es gab 13 Ja-Stimmen. 6 Vertreter lehnten den Antrag ab, 2 enthielten sich.

Die Entscheidung wurde mit Applaus aufgenommen. Der Welterbetitel für die Palästinenser gilt als weiterer Triumph bei ihren Autonomiebestrebungen.

Christliche Kirchenvertreter sind kritisch

Politisch hat die Entscheidung eine besondere Dimension, da der Antrag von den Palästinensern kommt. Sie sind erst im vergangenen Jahr gegen den heftigen Widerstand von Israel und den USA als Vollmitglied in die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) aufgenommen worden.

Der Internationale Rat für Denkmalpflege (Icomos) hatte in einem Gutachten die Dringlichkeit des Antrags verneint. Neben Ländern wie den USA und Israel sehen auch christliche Kirchenvertreter den Antrag kritisch. Sie wollen die Geburtskirche aus politischen Auseinandersetzungen heraushalten und befürchten Einschränkungen bei der Nutzung als religiösem Wallfahrtsort.

Hintergrund:

Die Geburtskirche in Bethlehem ist eines der ältesten Gotteshäuser der Welt. Der römische Kaiser Justinian I. ließ sie im 6. Jahrhundert neu erbauen, nachdem die im 3. Jahrhundert an derselben Stelle errichtete konstantinische Basilika beim Samaritaneraufstand von 529 stark beschädigt worden war. Das zehn Kilometer südlich von Jerusalem gelegene Gotteshaus soll religiösen Überlieferungen zufolge über jener Höhle errichtet worden sein, in der Jesus zur Welt kam. Unter der Kirche liegt die Geburtsgrotte mit dem sogenannten Silberstern. Insgesamt 15 Lampen über dem Stern repräsentieren verschiedene christliche Konfessionen. Wichtiges Merkmal ist der nur 1,20 Meter hohe Eingang, der im Mittelalter verhindern sollte, dass Ritter auf ihren Pferden in die Kirche ritten. Nach der Kreuzfahrerzeit gingen die einzelnen Gebäudeteile in den Besitz der griechisch-orthodoxen, der armenisch-orthodoxen und der römisch-katholischen Gemeinschaften über. (dpa)

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