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Fischer-Z

Fischer-Z in der Batschkapp: Immer weiter und weiter

  • VonStefan Michalzik
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Fischer-Z zeigen in der Frankfurter Batschkapp keine Müdigkeit.

Eine Band, hat John Watts im Jahr 1981 gesagt, solle keinesfalls länger als drei Jahre bestehen, andernfalls drohe sie sich in einer kreativen Sackgasse zu verlieren. Fischer-Z hat er damals aufgelöst, wenige Jahre später jedoch mit anderen Musikern neu aufgelegt. Inzwischen hegt er das Markenzeichen der 1978 in London gegründeten Band im 43. Jahr. Soloalben hat er immer wieder veröffentlicht, die Konzertclubs lassen sich aber nun einmal besser füllen mit dem alten Bandnamen aus der Ära von Punk und New Wave. Selbst wenn auch Fischer-Z im Grunde genommen eine Solounternehmung des Songschreibers und Produzenten Watts ist.

Im Konzert wie auch auf dem zuverlässig solide gearbeiteten neuen Album „Til the Oceans Overflow“ wirkt die Musik von Fischer-Z, die in der Frankfurter Batschkapp gespielt haben, zwar einesteils anachronistisch, zugleich jedoch entfaltet sie strahlende Vitalität. Alles wirkt auf erfrischende Weise unprätentiös. Es gibt viel Rückschau natürlich, überwiegend alte Songs aus den achtziger und teils auch aus den neunziger Jahren. Erstaunlich wenig neue – die zwischen den alten nicht auffallen. Ein paar auch aus Watts’ Soloalben. Nimmt sich eh nicht viel.

Aber nicht angriffslustig

Zum angriffs- und experimentierlustigen Teil von Post-Punk und New Wave gehörten Fischer-Z nicht, mit ihren melodischen, oft auch hymnischen Songs waren sie einzuordnen zwischen The Police und Billy Bragg. Von Anfang an hat sich John Watts auch mit politischen Themen beschäftigt, früh schon etwa mit Rassismus in Großbritannien. „Cruise Missiles“ (1981) galt dem Protest gegen Atomwaffen. Was hinter „Til The Oceans Overflow“ steckt, ist offenbar, es geht auf dem neuen Album auch um die gesellschaftlichen Verwerfungen im Zusammenhang mit dem Internet und den sogenannten sozialen Medien. Stichwort Manipulierbarkeit.

In ihrer Musik standen Fischer-Z unter dem Einfluss der „Punky Reggae Party“ – so hieß ein 1977 veröffentlichter Song von Bob Marley –, der Liaison von Punk und New Wave mit dem Reggae in der britischen Musik Ende der siebziger Jahre. Ungeachtet einer Reihe seinerzeit recht populärer Nummern wie „The Worker“ (1979) und „Marliese“ (1981) blieb Fischer-Z der spektakulär große Erfolg versagt. John Watts, heute 66 Jahre alt, hat unverdrossen immer weitergemacht, ohne Ermüdung. Respekt.

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