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Facebook-Einnahmen sprudeln

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Facebook-Chef Mark Zuckerberg.
Facebook-Chef Mark Zuckerberg. © dpa

Innerhalb von drei Monaten gewinnt Facebook 60 Millionen neue Nutzer - das soziale Netzwerk boomt. Auch die Zahlen stimmen: Der Umsatz übertrifft die Erwartungen, die Werbung auf Mobilgeräten boomt.

Facebook hat dank sprudelnder Werbeeinnahmen den Gewinn im ersten Quartal fast verdreifacht. Der Überschuss kletterte in den drei Monaten bis Ende März auf 1,51 Milliarden Dollar nach 509 Millionen Dollar vor einem Jahr, wie das weltgrößte soziale Online-Netzwerk am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz legte mehr als erwartet um 52 Prozent zu auf 5,38 Milliarden Dollar.

Besonders das Geschäft mit Werbung, die über Facebook-Anwendungen für Mobilgeräte wie Smartphones oder Tablets geschaltet wird, boomte. Der Bereich machte mehr als 80 Prozent der Gesamterlöse aus. Die Mobil-App erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Facebook hat zudem neue Funktionen eingeführt, etwa im Videobereich, die Werbekunden vom klassischen TV-Anzeigengeschäft weglocken.

Das weltgrößte Online-Netzwerk kam Ende März auf 1,65 Milliarden aktive Nutzer im Monat. Das war ein Zuwachs von 60 Millionen binnen drei Monaten - und mehr als Analysten erwartet hatten. Die Aktie sprang am Mittwoch nachbörslich zeitweise um rund neun Prozent hoch. Täglich schauen jetzt 1,09 Milliarden Nutzer bei Facebook vorbei, davon 989 Milliarden auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets. Werbung macht mit 97 Prozent fast das gesamte Geschäft von Facebook aus. Die restlichen 181 Millionen Dollar kamen aus Bezahldiensten und anderen Gebühren.

Neue Klasse von Aktien

Zugleich trifft Gründer und Chef Mark Zuckerberg Vorkehrungen dafür, dass er wie versprochen seine Aktien schrittweise Spenden kann, ohne die Kontrolle über das Unternehmen zu verlieren. Zur Zahlenvorlage kündigte Facebook die Einführung einer weiteren Klasse von Aktien an, die keine Stimmrechte hat. Die neuen Anteilsscheine sollen an die Aktionäre als Dividende ausgeschüttet werden. Mit dem Schritt soll Zuckerberg auch mit einer geringeren Beteiligung weiter das Sagen bei Facebook haben.

Mit einer starken Rolle als Gründer könne er bei Facebook langfristige Entscheidungen treffen, etwa kostspielige Investitionen in die Zukunft wie den Kauf von Instagram, erklärte Zuckerberg in einem Blogeintrag. Die Foto-App hatte seinerzeit rund eine Milliarde Dollar gekostet.

Zuckerberg betonte, er wolle aber auch wie angekündigt an der Lösung globaler Herausforderungen mitarbeiten: «Helfen, alle Krankheiten bis Ende dieses Jahrhunderts zu heilen, unser Bildungssystem verbessern, damit es für jeden Lernenden personalisiert ist, und unsere Umwelt vor dem Klimawandel zu schützen». Über die neue Aktienstruktur sollen die Aktionäre bei der Hauptversammlung am 20. Juni entscheiden. (rtr/dpa)

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