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WhatsApp gibt Daten an die Konzernmutter Facebook weiter - das ist Datenschützern ein Dorn im Auge.
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WhatsApp gibt Daten an die Konzernmutter Facebook weiter - das ist Datenschützern ein Dorn im Auge.

Datenschützer

"Ernste Bedenken" gegenüber WhatsApp

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
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Eine Gruppe von EU-Datenschützern wendet sich mit einem offenen Brief an WhatsApp-Gründer Jan Koum und meldet "ernste Bedenken" an. Die Datenschützer wollen prüfen, ob WhatsApp europäische Datenschutz-Gesetze einhält.

Die neuen Nutzungs- und Datenschutzbedingungen der Messenger-App WhatsApp sind der Artikel-29-Datenschutzgruppe der Europäischen Kommission ein Dorn im Auge. Nachdem der Hamburger Datenschutzbeauftragte die neuen Bedingungen bemängelt hatte und Facebook verbot, Daten von deutschen WhatsApp-Nutzern zu erheben und zu speichern, wendet sich nun die Artikel-29-Datenschutzgruppe mit einem offenen Brief an WhatsApp-Gründer Jan Koum.

Die Änderungen der Nutzungsbedingungen vom August 2016 beträfen viele EU-Bürger und hätten für "große Unsicherheit" bei den Nutzern gesorgt, schreibt die Datenschutzgruppe, die von der Vorsitzenden Isabelle Falque-Pierrotin vertreten wird. Die Datenschützer melden in ihrem offenen Brief "ernste Bedenken" an, was die Art angehe, wie den Nutzern die aktualisierten Nutzungsbedingungen bekannt gemacht wurden - und letztendlich auch, ob die Zustimmung der Nutzer überhaupt gültig sei. Außerdem frage sich die Gruppe, ob die Kontrollmechanismen, die den Nutzern zur Verfügung gestellt werden ausreichend seien, heißt es in dem Brief.

Um die Fragen zu beantworten und sicherzustellen, dass europäische und nationale Datenschutz-Gesetze eingehalten würden, will sich eine Arbeitsgruppe genauer mit dem Messenger-Dienst beschäftigen und fordert von WhatsApp umfangreiche Informationen an. Unter anderem soll das Unternehmen erklären, in welchen Kategorien (Name, Telefonnummer, E-Mail-Adresse etc.) Daten gesammelt werden und woher die Daten stammen (beispielsweise Smartphone des Nutzers, Firmenserver). Auch für die Empfänger der Daten und die Auswirkung des Datentransfers auf den Nutzer und unbeteiligte Dritte interessiert sich die Arbeitsgruppe.

Bis die Untersuchung abgeschlossen ist, solle WhatsApp darauf verzichten, die Nutzerdaten innerhalb der Facebook-Gruppe zu teilen, empfiehlt die Arbeitsgruppe in dem offenen Brief. In einem Statement, das "Bloomberg" vorliegt, erklärt WhatsApp: "Wir arbeiten mit den Datenschutzbehörden zusammen, um ihre Fragen zu beantworten." Man habe bereits einen "konstruktiven Austausch" und sehe sich weiterhin verpflichtet, geltende Gesetze zu respektieren. Unterdessen ist Facebook in Deutschland vor Gericht gezogen, um gegen das Verbot, Daten von WhatsApp auszuwerten, vorzugehen.

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