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Erfolg für einen Außenseiter

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Philipp Walulis.
Philipp Walulis. © obs

„Walulis sieht fern“ auf Tele 5 setzt sich gegen etablierte Formate wie die "heute-show" oder "Stromberg" durch und erhält einen Grimme-Preis. Im Dezember 2011 wird die Show mit dem Clip "Der typische Tatort in 123 Sekunden" bekannt.

Von Kathrin Wiewe

„Walulis sieht fern“ auf Tele 5 setzt sich gegen etablierte Formate wie die "heute-show" oder "Stromberg" durch und erhält einen Grimme-Preis. Im Dezember 2011 wird die Show mit dem Clip "Der typische Tatort in 123 Sekunden" bekannt.

Vom Ausbildungskanal zum Grimme-Preis – was Philipp Walulis, Entwickler und Moderator der Sendung „Walulis sieht fern“, vor wenigen Monaten noch als Spaß gemeint hat, kann er jetzt tatsächlich von sich behaupten. Die Jury des Preises, der zu den renommiertesten Auszeichnungen für Fernsehsendungen in Deutschland zählt, hat die auf Tele 5 ausgestrahlte Show am Dienstag in der Kategorie Unterhaltung ausgezeichnet – gegen eine Konkurrenz von etablierten Formaten wie der „heute-show“, „Stromberg“ oder „Pelzig hält sich“. Damit gewinnt Tele 5 als einziger privater Sender; die anderen Preise gehen an öffentlich-rechtliche Produktionen. „Bisher hat der Grimme-Preis bei uns nur als ironisches Mittel eine Rolle gespielt. Wenn mal wieder etwas richtig schief gegangen ist, dann haben wir gesagt: Na, das ist ja wieder Grimme-Preis-verdächtig. Dass wir jetzt den Preis gewonnen haben, ist eine unglaublich tolle Belohnung für alle, die an der Sendung mitgewirkt haben“, sagt Walulis.

Youtube-Hit „Der typische ‘Tatort‘ in 123 Sekunden“

Ein erster großer Erfolg gelang der Show vergangenen Dezember mit  „Der typische ‘Tatort‘ in 123 Sekunden“, einer Satire, die auf Youtube hunderttausendfach angesehen wurde. Laut dem eigenen Motto „Fernsehen macht blöd – aber auch unglaublich viel Spaß“ analysiert und parodiert „Walulis sieht fern“ so ziemlich alles, was gerade so im TV läuft; nicht nur den „Tatort“, sondern auch „Bauer sucht Frau“, „Deutschland sucht den Superstar“ oder das Vox-Leute-Magazin „Prominent“.

Angefangen hat alles als Experiment  beim Münchner Aus- und Fortbildungskanal afk tv, einem TV-Sender, der jungen Medienmachern die Möglichkeit bietet, eigene Projekte zu verwirklichen. An Abenden und Wochenenden entstanden Beiträge wie „Landwirt sucht Liebe“ oder „Das perfekte D-Promi-Dinner“, die dann in „Walulis sieht fern“ zu sehen waren. Am 8. Dezember 2011 lief die erste Folge der Sendung  Tele?5. Bisher sind vier Folgen produziert, die ab dem 22. März wieder auf Tele 5 ausgestrahlt werden. Über die Zukunft von „Walulis sieht fern“ laufen noch Verhandlungen mit dem Sender. Aber mit so einem Grimme-Preis  in der Tasche haben die Macher da ganz gute Argumente.

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